Economic Research & Corporate Development
Preisauftrieb ohne Grenzen? - Nicht ganz: Es gibt auch Entlastungseffekte, zum Beispiel durch die Chip-Industrie
Die Preise ziehen weiter an. So stieg der Verbraucherpreisindex für Deutschland im Juni gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat um schätzungsweise 3,3 %. Dadurch wurde die Drei-Prozent-Marke nach einem Anstieg von 3,0 % im Mai und 3,1 % im März zum dritten Mal in diesem Jahr gerissen. Derart hohe Teuerungsraten gab es hierzulande seit 15 Jahren nicht mehr. Als Preistreiber fungieren vor allem die Energiepreise sowie die Preise für Nahrungsmittel.
14.07.2008
Branchen-Report "Werbung": Günstiger Privater Verbrauch beflügelt Umsätze
Der Werbemarkt befindet sich seit geraumer Zeit im Umbruch. Die anhaltende Konzentrationsbewegung, das Wegbrechen langjähriger Kundenbeziehungen sowie ein zunehmender Wettbewerbsdruck stellen die Branche vor große Herausforderungen. Die Erschließung neuer Betätigungsfelder in Verbindung mit einem verbesserten Konsumklima dürften der Branche aber neuen Auftrieb geben, nachdem sich die Umsätze während der Jahre 2001 bis 2005 noch weit unterdurchschnittlich entwickelt hatten.
28.01.2008
Die langfristigen Auswirkungen des Klimaschutzes auf die deutsche Wirtschaftsstruktur
Die weltweit notwendige drastische Reduzierung der CO2-Emissionen bedeutet für die Industriegesellschaften einen tiefgreifenden Umbau. Wir stehen am Beginn einer „dritten industriellen Revolution“, einer umweltgetriebenen Phase des Wandels, in dessen Zentrum die Energie- und Ressourceneffizienz steht. Diese wirtschaftliche Erneuerung wird nicht ohne Auswirkungen auf die Wirtschaftsstruktur in Deutschland bleiben. Anhand eines Indikatorenmodells haben die Volkswirte von Allianz Dresdner untersucht, welche Branchen zu den Gewinnern und welche zu den Verlierern eines verstärkten Klimaschutzes zählen. Darüber hinaus erfolgte erstmals eine vollständige Berücksichtigung aller Wirtschaftszweige. Damit eröffnet sich ein umfänglicher Blick auf die Konsequenzen des verstärkten Klimaschutzes für die gesamte deutsche Wirtschaft.
05.10.2007
Entflechtung der Energiekonzerne: Trennung vom Netz?
In einer Studie mit dem Titel „Führt eine Entflechtung der Energiekonzerne zu mehr Wettbewerb auf dem Strommarkt?“ setzen sich die Volkswirte von Allianz Dresdner Economic Research mit den Vorschlägen der EU-Kommission zur Abspaltung der Übertragungsnetze von den Energiekonzernen auseinander. Es ist nicht ratsam, diese Vorschläge zum jetzigen Zeitpunkt umzusetzen, lautet das Fazit.
19.09.2007
Ambitionierter Klimaschutz - ein Modernisierungsprogramm für die Wirtschaft
In ökonomischer Hinsicht bedeutet ambitionierter Klimaschutz eine der größten Umstrukturierungen, welche die Weltwirtschaft bisher erlebt hat. Neue Werkstoffe, bessere Technologien, optimierte Produktionsverfahren und intelligente Produkte müssen dazu beitragen, globale Umweltprobleme zu lösen und die Folgen des Klimawandels zu begrenzen. Auch ohne das Klimaproblem wäre dieser Modernisierungsschub wirtschaftlich sinnvoll. Der Klimawandel ist somit der Motor für eine wirtschaftlichen Erneuerung, die ohnehin in Angriff zu nehmen wäre.
18.06.2007
Emissionshandel in Deutschland: Nicht mehr als ein Anfang
Anfang 2005 hat die EU den europaweiten Emissionshandel auf Unternehmensebene als neues Instrument des Klimaschutzes eingeführt. Dabei wird eine politisch vorgegebene Menge an Emissionsrechten an Unternehmen verteilt und zwischen diesen gehandelt. Die Emissionsbelastung der Atmosphäre wird damit zu einem zusätzlichen Produktionsfaktor, dessen Kosten bei der Produktionsplanung zu berücksichtigen sind. Ein Anlagenbetreiber hat zu entscheiden, ob es vorteilhafter ist, Emissionen zu vermeiden oder Emissionsrechte zu kaufen.
22.05.2007
Solarenergie: Hohe Energiepreise sorgen für Wachstumsboom
Die Nutzung der Sonnenenergie ist angesichts abnehmender Vorräte an fossilen Brennstoffen und der Bedrohung des Klimas durch den Treibhauseffekt ein zentraler Baustein für eine nachhaltige Energieversorgung. Selbst in Deutschland reicht die mittlere jährliche Sonneneinstrahlung um mit effizienten Solaranlagen einen erheblichen Anteil von Strom und Wärme aus Sonnenkraft zu gewinnen. Zur Erschließung der unerschöpflichen Energiequelle „Sonne“ sind alle drei derzeit nutzbaren Solartechnologien – die Photovoltaik, solarthermische Kraftwerke und die Solarthermie – unverzichtbare Optionen.
02.02.2007
Die Chip-Industrie unter Dauerspannung – innovatives Wachstum ohne Grenzen?
Seit 1960 ist der Weltmarkt für elektronische Bauelemente getragen von einem rasanten technischen Fortschritt im Schnitt um deutlich über 10 % pro Jahr gewachsen. Zusammen mit der gestiegenen Leistungsfähigkeit der elektronischen Datenverarbeitung und der Telekommunikationsdienste erhöhte sich dabei auch die Anwendungsvielfalt.
26.01.2007
Die deutsche Medizintechnik – eine kerngesunde Wachstumsbranche?
Die Zuwachsraten sind erstaunlich: In den letzten zehn Jahren wuchs das weltweite Marktvolumen für Medizintechnik um schätzungsweise knapp 10 % pro Jahr und erreichte damit weit überdurchschnittliche Steigerungsraten. Trotz vielfältiger staatlicher Regulierungen überall auf der Welt liegt eine so hohe Innovationsdynamik vor, wie sie von kaum einer anderen Branche erreicht wird. Auch für die Zukunft sind die Rahmenbedingungen günstig, weil die Weltbevölkerung beständig wächst, in den Schwellen- und Entwicklungsländern der Wohlstand zunimmt und in den Industrieländern ein kontinuierlicher Alterungsprozess der Bevölkerung festzustellen ist.
30.11.2006
Deutschland: Biomasse - Renaissance einer Energiequelle
Bei der Nutzung erneuerbarer Energiequellen kommt neben der Windkraft und der Solarenergie vor allem die Biomasse wieder verstärkt zum Einsatz, denn die Möglichkeiten ihrer energetischen Nutzung sind besonders vielfältig: Biomasse eignet sich nicht nur zur Erzeugung von Strom und Wärme, sondern auch zur Gewinnung von biogenen Kraftstoffen, die herkömmliche fossile Treibstoffe ersetzen können. Im Jahr 2005 stammten gut 67 1/2 % der aus erneuerbaren Energien bereitgestellten Endenergie aus Biomasse.
23.10.2006
Deutschland: Revolution im Wohnzimmer - Digitalisierung und Internet verändern das Fernsehen
In den nächsten fünf Jahren werden die meisten Haushalte in Deutschland sowohl digitales Fernsehen als auch Breitband-Internet nutzen können. Die Hauptvorteile der Digitaltechnik liegen vor allem in der neuen Programmvielfalt sowie der interaktiven und individualisierten Nutzung des Mediums Fernsehen. Zusätzlich zur Verbreitung von Rundfunk über Antenne, Kabel oder Satellit kommt eine vierte Alternative ins Spiel: IPTV – die Übertragung von TV-Signalen über das Internet-Protokoll (IP) auf den Fernseher auf Basis der DSLTechnik. Telefon, Internet und Fernsehen im Bündel über eine einzige Leitung, das so genannte „Triple Play“, wird dadurch möglich. Hierfür kommen als Plattform neben den TV-Kabelnetzen und den herkömmlichen Telefonnetzen auch die Mobilfunknetze in Frage.
25.07.2006
Branchen: Triple Play - das neue Spiel der Telekommunikation
Auf dem Markt für Telekommunikation wird die Konvergenz verschiedener Technologien, Kommunikationskanäle und Medien zu Veränderungen auf allen Wertschöpfungsstufen führen und in der Summe einen tiefgreifenden Strukturwandel bewirken. Dabei besteht die Herausforderung darin, möglichst viele Dienste der Telekommunikation zu einem einheitlichen Angebot für Endkunden zu integrieren. Dieser Konvergenzprozess ermöglicht neuartige elektronische Dienstleistungen und eröffnet damit auch neuen Marktteilnehmern lukrative Geschäftsmöglichkeiten. Gleichzeitig verschiebt sich das Kerngeschäftsfeld der etablierten Telekommunikations-Konzerne, die sich von Technologie-Anbietern allmählich zu Dienstleistungs-Unternehmen entwickeln.
06.06.2006