Economic Research & Corporate Development
EZB: Exit-Strategie ist Zukunftsmusik
Der richtige Zeitpunkt zu kommunizieren, wie genau eine Normalisierung der EZB-Geldpolitik vonstatten gehen sollte und sie dann einzuleiten, ist längst noch nicht gekommen. Auch wenn die neuen Ergebnisse des Bank Lending Survey eine Entspannung andeuten, geben sie hinsichtlich der Kreditvergabe an den privaten Sektor keineswegs Entwarnung.
29.07.2009
EZB: Kleiner Zinsschritt als willkommenes Vertrauenssignal
Der weitere Zinssenkungsschritt der EZB ist ein willkommener Beitrag zur Stabilisierung der Finanzmarktlage. Die Kritik, dass er hätte größer ausfallen müssen, teilen wir nicht. Ein größerer Zinsschritt hätte konjunkturell wenig mehr bewirkt, und weiteren Zinssenkungserwartungen den Boden entzogen. Das Zinsniveau an den Geldmärkten ist in keiner Weise mehr ein bremsender Faktor. Wichtig ist, das in ausreichendem Maße Liquidität auch in längeren Fristigkeiten bereitgestellt wird, was der Fall ist. Darüber hinaus ist der Zinsschritt in der aktuellen Situation angemessen, in der die Hoffnungsschimmer bei den EWU-Konjunkturdaten zunehmen.
02.04.2009
Geldpolitik: Konzertierte Zinssenkung als starkes Signal gegen Panik
Die gemeinsame Aktion der Fed, EZB, BoE, BoC, SNB und schwedischen Riksbank ist in erster Linie als vertrauensbildende Maßnahme zu begrüßen.
08.10.2008
Die EZB sollte die Leitzinsen derzeit nicht senken
Trotz der Konjunkturabschwächung sollte die Europäische Zentralbank bei der Inflationsbekämpfung nicht locker lassen und die Zinsen zumindest auf neutraler Höhe um 4 % halten. Als noch junge Institution muss sie gerade in der jetzigen Situation darauf bedacht sein, ihre Reputation als Stabilitätshüterin zu festigen.
04.09.2008
EZB: Ein Straffungsschritt sollte genug sein
Die kleine Leitzinsanhebung wird der Konjunktur nicht viel schaden, aber als Signal für die Glaubwürdigkeit der EZB bei der Inflationsbekämpfung einiges an Nutzen bringen. Die Zentralbank sollte jedoch nicht zu stark an der Zinsschraube drehen.
03.07.2008
EZB schaltet noch nicht auf neutral um
Die gestrigen monetären Daten und die heutige Inflationszahl sind Gründe, warum die EZB ihre Neigung zu Zinserhöhungen zunächst noch beibehalten dürfte. Schon bald wird sie sich wahrscheinlich aber nach allen Seiten hin offen zeigen.
28.09.2007
EZB-Rat vor schwieriger Entscheidung
Auch nach den heutigen EWU-Wirtschaftsdaten steht unseres Erach-tens weiter auf des Messers Schneide, ob die EZB ihre Leitzinsen am 6. September erhöht. Da man technische Liquiditätshilfe und Grundaus-richtung der Geldpolitik nicht als zwei völlig getrennte Paar Schuhe betrachten kann, halten wir eine geldpolitische Straffung zum jetzigen Zeitpunkt nicht für sinnvoll.
31.08.2007
EZB: Noch ein Zinsschritt der monetären Säule zuliebe
Die Wirtschaft läuft rund, boomt aber nicht, so dass sich kein bedenklicher Preisauftrieb abzeichnet. Die EZB wird das Tempo ihrer Straffungsschritte zunächst drosseln, was wir als Vorstufe sehen, um den Leitzins dann nach März bei 3,75 % konstant zu halten.
05.02.2007
EZB: Warten auf Dezember
Eine Änderung der Geldpolitik in der nächsten Woche ist sehr unwahrscheinlich, eine Zinserhöhung im Dezember so gut wie sicher. Die Pressekonferenz am kommenden Donnerstag wird wohl keine neuen Erkenntnisse mit Blick auf 2007 bringen.
27.10.2006
EZB: 3,5 % und Schluss?
Die jüngste Preisentwicklung spricht nicht für geldpolitischen Handlungsbedarf über das neutrale Leitzinsniveau hinaus. Dennoch hat die Wahrscheinlichkeit zugenommen, dass der Straffungszyklus 2007 noch weitergeht.
29.09.2006
EZB: EZB stoppt Straffungskurs bei 3,25 %
Die steigende Auslastung der Faktoren Kapital und Arbeit spricht für weitere Zinserhöhungen. Eine schnellere Gangart bei der geldpolitischen Normalisierung ist nach unserer Ansicht aber noch keine ausgemachte Sache.
01.08.2006
EZB: Das Für und Wider einer schnelleren Gangart
Gerade glaubten die Marktteilnehmer ein ungefähres Gefühl für den voraussichtlichen Verlauf des Zinsererhöhungszyklus entwickelt zu haben, da könnte es doch anders kommen als gedacht.
30.06.2006
EZB: Diese Zinserhöhung wird nicht die letzte sein
Die heute bekannt gegebenen Daten zum Geldmengen- und Kreditwachstum sprechen für steigende Leitzinsen. Hauptargument gegen eine schnelle Straffung der Geldpolitik ist unseres Erachtens die nur langsame Besserung am Arbeitsmarkt.
27.02.2006
Verbale Vorbereitung eines Zinsschritts im März
Die nächste geldpolitische Straffung ist nur eine Frage des Timings. Die EZB nimmt den Fuß aber nur etwas weiter vom Gaspedal, sie tritt noch lange nicht auf die Konjunkturbremse.
30.01.2006
EZB: Diesmal kein Zinsschritt, aber bald
Aus heutiger Sicht erscheint Ende dieses Jahres ein Leitzinsniveau über 3 % weder wahrscheinlich noch angebracht. Vielmehr dürfte die Normalisierung der Geldpolitik graduell erfolgen, solange es keine Anzeichen für einen starken Wirtschaftsaufschwung oder für ernstliche Inflationsgefahren gibt.
10.01.2006
EZB wartet nicht mehr lange
Der erste Zinsschritt nach fast 2 ½ Jahren wird bald kommen, insbesondere da EWU-weit das Geldmengen- und Kreditwachstum zunehmend kritische Ausmaße annimmt. Allerdings gibt es bei der Kreditvergabe an den privaten Sektor erhebliche Länderunterschiede, die unseres Erachtens für eine einheitliche Geldpolitik problematischer sind als die so häufig diskutierten Inflations- und Wachstumsdifferenzen.
01.11.2005
EZB: EZB bellt, aber beißt nicht gleich
Obwohl jüngste Konjunkturindikatoren wie heute der EWU-Einkaufs-managerindex für das Dienstleistungsgewerbe ein ermutigendes Bild ergeben, erscheint die Wirtschaftsbelebung im Euro-Raum noch nicht überzeugend genug, so dass es vor Jahresende zu keiner Zinserhöhung kommen dürfte.
05.10.2005
EZB: Baldiger EZB-Tonwechsel
Wenn sich die Aussichten auf eine Konjunkturerholung in der zweiten Jahreshälfte weiter konkretisieren, dürfte die Option einer EZB-Zinserhöhung wieder mehr ins Blickfeld rücken. Dabei spielt auch das kräftige Geldmengenwachstum eine Rolle, insbesondere weil es mehr und mehr durch eine dynamische Kreditentwicklung bedingt ist.
26.08.2005
EZB: Ruhiger Abschied der EZB in die Sommerpause
Die seit dem Juni-Ratstreffen eingegangenen Wirtschaftsdaten – insbesondere per saldo etwas verbesserte EWU-Stimmungsindikatoren und erneut starkes Geldmengenwachstum – ergeben keinen Grund, warum die EZB sich in Richtung einer Lockerung ihrer Geldpolitik bewegen sollte. Außerdem sollte der gesunkene Euro-Wechselkurs Zinssenkungsdruck von ihr nehmen.
05.07.2005
EZB: EZB-Geldpolitik lässt sich von Vermögenspreisen nicht aus der Ruhe bringen
Obwohl die EZB in ihrem jüngsten Monatsbericht Sympathie zeigt für ein geldpolitisches Verhalten, im Falle möglicher Vermögenspreisblasen frühzeitig gegenzusteuern, erwarten wir keine baldige Leitzinserhöhung.
02.05.2005
Kontakt
Dr. Lorenz Weimann
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