Economic Research & Corporate Development
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Das Geschäftsklima in der gewerblichen Wirtschaft ist im März gegenüber dem Februar zwar geringfügig gesunken, de facto verharrt es seit Dezember aber in etwa auf dem selben Niveau. Dies signalisiert, dass der konjunkturelle Tiefpunkt erreicht ist. Positiv ist sicherlich, dass die Geschäftserwartungen nun im dritten Monat in Folge gestiegen sind. Ihnen kommt als Frühindikator eine größere Bedeutung zu als der nach wie vor rückläufigen Beurteilung der Geschäftslage.

25.03.2009
Die deutsche Wirtschaft wird trotz der Aufhellung der Perspektiven im ersten Quartal 2009 kräftig schrumpfen. Nach ersten eigenen Schätzungen sinkt das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal dieses Jahres gegenüber dem Vorquartal um 2 - 2 ½ % und im Vorjahresvergleich um 5 - 5 ½ %. Fortschreibungen dieser negativen Entwicklung ins zweite Quartal sind unseres Erachtens jedoch nicht gerechtfertigt. Zum einen zeigen die Geschäftserwartungen inzwischen aufwärts, zweitens war das erste Quartal durch eine sehr ungünstige Witterung belastet, die Nachholeffekte insbesondere im Bau erwarten lassen. Genauso wie es sich im vergangenen Jahr als falsch erwies, aus dem ungewöhnlich guten ersten Quartal auf den weiteren Jahresverlauf zu schließen, dürfte es jetzt unangebracht sein, aus dem extrem ungünstigen Verlauf des Bruttoinlandsprodukts Anfang dieses Jahres ein weiteres deutliches Schrumpfen der deutschen Wirtschaft in den nächsten Quartalen abzuleiten. Wir rechnen nach wie vor mit einer konjunkturellen Wende zur Jahresmitte.
Dr. Rolf Schneider
Tel.: 49 / 69 / 2 63 – 5 77 90

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