Economic Research & Corporate Development
EZB: Exit-Strategie ist Zukunftsmusik
Der richtige Zeitpunkt zu kommunizieren, wie genau eine Normalisierung der EZB-Geldpolitik vonstatten gehen sollte und sie dann einzuleiten, ist längst noch nicht gekommen. Auch wenn die neuen Ergebnisse des Bank Lending Survey eine Entspannung andeuten, geben sie hinsichtlich der Kreditvergabe an den privaten Sektor keineswegs Entwarnung.
29.07.2009
Deutschland: Konjunktur nimmt kräftig Fahrt auf
Sowohl der Einkaufsmangerindex als auch der Ifo-Test sind im Juli erneut beträchtlich gestiegen. Der Einkaufsmanagerindex für Deutschland erreichte den höchsten Wert seit elf Monaten, die Geschäftserwartungen im Ifo-Test den höchsten Wert seit dreizehn Monaten. Klarer können die Zeichen für eine Konjunkturerholung kaum sein.
24.07.2009
China: Konjunkturelle Talsohle durchschritten
Die Stimmung in der chinesischen Wirtschaft hat sich im Juni weiter leicht verbessert. Damit bestätigt sich unsere Einschätzung, wonach China die konjunkturelle Talsohle klar hinter sich gelassen hat. Im zweiten Quartal dürfte die Wirtschaft wieder etwas an Fahrt aufgenommen haben. Mit einem kräftigen Aufschwung rechnen wir indes aber nicht.
01.07.2009
Bruttoinlandsprodukt überzeichnet Rezession
Das reale deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist wie noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik eingebrochen. Nicht im völligen Einklang damit steht die Stimmung in der deutschen Wirtschaft. Woran liegt es, dass sie nicht so schlecht ist, wie es der Einbruch des Bruttoinlandsprodukts suggeriert?
26.05.2009
USA: Einzelhandel enttäuscht
Die Umsätze im Einzelhandel waren im April im zweiten Monat rückläufig. Nach dem soliden Plus zu Jahresbeginn könnte der reale Konsum im laufenden Vierteljahr nur stagnieren.
13.05.2009
USA: Nochmals starker BIP-Verlust
Das US-Bruttoinlandsprodukt ist erneut mit einer Jahresrate von reichlich 6% geschrumpft. Nicht zuletzt aufgrund der Fortschritte in der Lagerbereinigung sollte die schärfste Phase der Anpassung jedoch vorüber sein.
29.04.2009
Ostasien: Wegbereiter der nächsten Wirtschaftsdekade
Die drei größten Volkswirtschaften in Ostasien - China, Japan und Korea - weisen eine deutlich stärkere Verflechtung auf und sind weitaus besser für den nächsten Konjunkturaufschwung gerüstet, als man in Europa gemeinhin wahrnimmt.
27.04.2009
Deutschland: Anzeichen für Konjunkturerholung immer stärker
Die Geschäftserwartungen der gewerblichen Wirtschaft haben sich laut Ifo-Test von April nun im vierten Monat in Folge verbessert. Überraschender noch ist aber, dass der steile Abwärtstrend in der Beurteilung der Geschäftslage mit einem Indexanstieg um knapp einen Punkt offensichtlich gestoppt ist. Erfahrungsgemäß ist die Beurteilung der Geschäftslage eher ein nachlaufender Konjunkturindikator.
24.04.2009
Deutschland: Gefährlicher Konjunkturpessimismus
In Deutschland wird staatstragend ein immer steilerer Absturz der Wirtschaft in 2009 verkündet. Das Jahr sei wirtschaftlich gelaufen, man könne froh sein, wenn es sich 2010 wieder bessert und man müsse das den Unternehmen und den privaten Haushalten sagen, deren Krisenwahrnehmung noch immer nicht so stark ausgeprägt ist. Alle Prognostiker räumen ein, dass es zur Zeit große Unsicherheit bei allen Vorhersagen gebe, aber dieser Hinweis geht im politischen Diskurs unter. Deshalb sind zu den derzeitigen Prognosen einige Warnhinweise angebracht.
23.04.2009
EZB: Kleiner Zinsschritt als willkommenes Vertrauenssignal
Der weitere Zinssenkungsschritt der EZB ist ein willkommener Beitrag zur Stabilisierung der Finanzmarktlage. Die Kritik, dass er hätte größer ausfallen müssen, teilen wir nicht. Ein größerer Zinsschritt hätte konjunkturell wenig mehr bewirkt, und weiteren Zinssenkungserwartungen den Boden entzogen. Das Zinsniveau an den Geldmärkten ist in keiner Weise mehr ein bremsender Faktor. Wichtig ist, das in ausreichendem Maße Liquidität auch in längeren Fristigkeiten bereitgestellt wird, was der Fall ist. Darüber hinaus ist der Zinsschritt in der aktuellen Situation angemessen, in der die Hoffnungsschimmer bei den EWU-Konjunkturdaten zunehmen.
02.04.2009
Ifo-Test signalisiert: konjunktureller Tiefpunkt erreicht
Das Geschäftsklima in der gewerblichen Wirtschaft ist im März gegenüber dem Februar zwar geringfügig gesunken, de facto verharrt es seit Dezember aber in etwa auf dem selben Niveau. Dies signalisiert, dass der konjunkturelle Tiefpunkt erreicht ist. Positiv ist sicherlich, dass die Geschäftserwartungen nun im dritten Monat in Folge gestiegen sind. Ihnen kommt als Frühindikator eine größere Bedeutung zu als der nach wie vor rückläufigen Beurteilung der Geschäftslage.
25.03.2009
USA: Fed drückt noch stärker auf das Gaspedal
Die jüngsten geldpolitischen Entscheidungen der Fed haben deutliche Reaktionen bei den Staatsanleihen und auf dem Devisenmarkt nach sich gezogen. Jedoch ist weder mit einer beschleunigten US-Dollar-Schwäche zu rechnen, noch werden die Renditen langfristiger Staatsanleihen dauerhaft auf sehr niedrigem Niveau bleiben.
20.03.2009
USA: Einzelhandelsumsätze stabil
Nach dem sehr guten Start in das laufende Jahr ist bei den Einzelhandelsumsätzen im Februar ein deutlicher Rückschlag ausgeblieben. Damit haben sich die Chancen erhöht, dass der reale Konsum das Wachstum im laufenden Quartal nicht erneut belastet.
12.03.2009
China: Zartes Pflänzchen Hoffnung
Im Februar hat sich die Stimmung in der chinesischen Wirtschaft zum dritten Mal in Folge verbessert. Dies ist zwar kein Grund zur Euphorie. Allerdings geben die neuesten Zahlen der Hoffnung neue Nahrung, dass die von der Regierung ergriffenen wirtschaftspolitischen Maßnahmen zu wirken beginnen und sich die wirtschaftliche Lage allmählich stabilisiert.
04.03.2009
Deutschland: Ifo-Test zeigt konjunkturelle Bodenbildung
Während sich das Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft im Februar geringfügig verschlechterte, ist es im Dienstleistungsgewerbe überraschend gestiegen. Erfreulich ist insbesondere, dass sich die Geschäftserwartungen, die als zuverlässiger Frühindikator gelten, in nahezu allen großen Branchen nun zum zweiten Mal in Folge verbessert haben. Im Einzelhandel bewegt sich das Geschäftsklima bereits zum dritten Mal nach oben.
24.02.2009
Euro-Raum: Dem privaten Konsum ist mehr zuzutrauen
Die EWU-Wirtschaft hat es im vierten Quartal 2008 schwer gebeutelt. Inzwischen dürfte aber der konjunkturelle Tiefpunkt erreicht sein, auch wenn das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal voraussichtlich erneut schrumpfen wird. Wir behalten unsere Wachstumsprognose 2009 für den Euro-Raum von –1,4 % bei und erwarten im März eine EZB-Leitzinssenkung auf 1,5 %.
13.02.2009
Deutschland: Schärfste Rezession seit langem
Der Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Produktion in Deutschland im vierten Quartal 2008 um 2,1% belegt, dass sich die deutsche Wirtschaft in der schärfsten Rezession seit langem befindet. Seit dem zweiten Quartal 2008 ist die Wirtschaft um 3,1% geschrumpft, so stark wie in keiner Rezession seit Bestehen der Bundesrepublik.
13.02.2009
USA: Einzelhandel gibt ein Lebenszeichen
Erstmals seit sieben Monaten sind die Einzelhandelsumsätze im Januar angestiegen. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen besteht Aussicht, dass der reale Konsum im laufenden Quartal nicht mehr so stark zurückgeht wie im zweiten Halbjahr 2008.
12.02.2009
USA: Arbeitsmarkt weiter bedenklich schwach
Der Beschäftigungsrückgang war auch im Januar intensiv. Voraussetzungfür eine Stabilisierung ist eine Erholung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage. Der Arbeitsmarktbericht unterstreicht die Notwendigkeit eines massiven Konjunkturprogramms.
06.02.2009
Konjunktur: Erster Silberstreifen am Horizont
Die leichte Verbesserung des Ifo-Geschäftsklima stellt eine positive Überraschung dar. Es ist ein erster Hinweis auf eine konjunkturelle Bodenbildung. Offensichtlich hat sich die extrem steile wirtschaftliche Abwärtsbewegung Anfang 2009 verlangsamt. Dies ändert allerdings nichts an den sehr schlechten wirtschaftlichen Daten zu Beginn dieses Jahres. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt schrumpft im 1. Quartal 2009 im Vergleich zum 1. Quartal 2008 voraussichtlich um rund 3 %.
27.01.2009
Kontakt
Dr. Lorenz Weimann
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