Economic Research & Corporate Development
Serbien: Auf dem Sprung
Die Verhaftung von Radovan Karadzic, des politischen Führers der Serben im bosnischen Bürgerkrieg (1992-1995), zeigt welch lange Schatten dieser Krieg immer noch wirft. Serbien hat sich nach den Wirren der neunziger Jahre indes längst auf den Weg nach Europa gemacht. Dies wurde durch die letzte Wahl im Juni, bei der die Pro-Europäer mehr Zustimmung gewannen als erwartet, nochmals unterstrichen.
23.07.2008
Russland: Was kommt nach dem Ölboom ?
Russlands Rekordwachstumsraten nur auf den hohen Ölpreis zurückzuführen, wäre zu kurz gegriffen. Der private Dienstleistungssektor und vor allem die Bauindustrie boomen und die Regierung treibt die Diversifizierung der Wirtschaft durch Investitionen in Infrastruktur, Bildung, Forschung und Entwicklung voran. So soll der Konjunkturaufschwung auch niedrigeren Rohstoffpreisen standhalten. Auch die Befürchtungen, dass durch politische Unsicherheiten ausländische Investoren das Land meiden könnten, bestätigten sich keinesfalls – im Gegenteil: Im letzten Jahr erhielt Russland gemessen an der Wirtschaftsgröße deutlich mehr Direktinvestitionen als Indien, China und Brasilien.
26.06.2008
Russland: Zufluss ausländischer Direktinvestitionen stärker als in China
Noch immer gilt Russland als Investitionsstandort im Ausland als wenig attraktiv, nicht zuletzt wegen dem fragilen Rechtssystem und den Eingriffen der Politik in die Wirtschaft. Die Zahlen sprechen allerdings eine komplett andere Sprache.
05.06.2008
Dynamisches Wachstum, aber hohe Inflation
Die Konjunkturaussischten für Russland, Polen, Tschechien und die Slowakei bleiben trotz der weltwirtschaftlichen Eintrübung günstig. Lediglich Ungarn kommt nur langsam aus seinem Konjunkturtief. Sorge bereitet jedoch in allen Ländern die zum Teil stark steigende Inflation.
22.04.2008
Die demographische Entwicklung in Mittel- und Osteuropa
Die Bevölkerung in den MOE-Staaten insgesamt, besonders aber das Erwerbspersonenpotenzial, wird bis 2050 deutlich zurückgehen. Erwerbsfähige müssen in den nächsten Jahrzehnten einen rasant steigenden Anteil von Rentnern unterstützen. Dies wird etwas dadurch abgemildert, das in den MOE-Ländern die alten, umlagefinanzierten Rentensysteme bereits durch moderne Mehr-Säulen-Rentensysteme abgelöst worden sind. Neben den Rentenausgaben lassen alternde Gesellschaften auch die Kosten für Pflege und Gesundheit ansteigen. Allerdings verfügen die MOE-Länder auch über ein hohes Wachstumspotenzial und in den nächsten 25 Jahren dürfte dieses die negativen Effekte des demographischen Wandels überkompensieren. Ab 2030 wird sich dann ein signifikanter Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials negativ auf das Wachstumspotenzial auswirken.
01.08.2007
Russland: Mehr als Öl und Gas
Russlands Wirtschaftsaufschwung gewinnt an Fahrt und hat sich deutlich verbreitert. Dies kommt zu einer Zeit, in der man wieder verstärkt die Gefahr von Selbstisolation und staatlichem Dirigismus in der russischen Wirtschaftspolitik sieht. Gerade im Hinblick auf die sich gegenwärtig vollziehende rasche Wirtschaftsintegration Russlands in die Weltwirtschaft, wie sie im Außenhandel und Kapitalverkehr zum Ausdruck kommt, sind solche Ängste übertrieben und ist der Weg Russlands in die Marktwirtschaft irreversibel.
19.07.2007
Osteuropa: EWU Beitritt: Nichts überstürzen
Den osteuropäischen EU-Ländern sollte Portugal als warnendes Beispiel dienen. Portugals Wirtschaft kommt seit Jahren nicht auf die Beine.
17.07.2006
Osteuropa: Russland: Finanzgeschäfte im Ausland
Die Exporterfolge Russlands überraschen angesichts hoher Ölpreise an sich nicht. Was allerdings überrascht sind die hohen Handels- und Leistungsbilanzüberschüsse, da Russland wegen eines massiven Investitionsbedarfs dringend hohe Importe an Kapitalgütern braucht, die jedoch im Moment noch zu zaghaft fließen.
14.03.2006
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Dr. Lorenz Weimann
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