Economic Research & Corporate Development
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Der Beschäftigungsrückgang war auch im Januar intensiv. Voraussetzungfür eine Stabilisierung ist eine Erholung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage. Der Arbeitsmarktbericht unterstreicht die Notwendigkeit eines massiven Konjunkturprogramms.

06.02.2009
Die intensive Beschäftigungsanpassung in den Sektoren außerhalb der Landwirtschaft hat sich im Januar unvermindert fortgesetzt. Das Ausmaß der Jobverluste bewegte sich mit knapp 600.000 etwa auf dem Niveau der zwei vorangegangenen Monate. Damit liegt das Beschäftigtenniveau um 2,6 % unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Der Abbau vollzieht sich weiterhin auf breiter Basis. Lediglich der Sektor Bildung und Gesundheit und der öffentliche Sektor bauen Beschäftigung auf.
Gemessen am Arbeitsvolumen bleibt die Anpassung vor allem im verarbeitenden Gewerbe ausgeprägt, vor allem im Automobilsektor. Demgegenüber fiel derRückgang der geleisteten Arbeitsstunden im Einzelhandel mit 0,4 % spürbar geringer aus als in den Vormonaten – ein Indiz für eine möglicherweise bessere Absatzlage in diesem Sektor zu Jahresbeginn. Bislang hat der kräftige Anstieg der Arbeitslosenquote die Lohnzuwächse noch nicht nennenswert gedämpft. Die durchschnittlichen Stundenverdienste erhöhten sich auch im Januar im Vorjahresvergleich um knapp 4 %. Eine nennenswerte Besserung der Arbeitsmarktlage ist auch in der nahen Zukunft nicht in Sicht. Wird jedoch, wovon wir ausgehen, mit Hilfe der expansiven Wirtschaftspolitik moderates Wachstum erreicht, sollten sich in der späten zweiten Jahreshälfte erste Stabilisierungstendenzen am Arbeitsmarkt ergeben, zumal der Unternehmenssektor in den zurückliegenden Jahren keinen Beschäftigungsüberhang aufgebaut hat.
Thomas Hofmann
Tel.: 49 / 69 / 2 63 – 19 912

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