USA: Einzelhandel gibt ein Lebenszeichen
Erstmals seit sieben Monaten sind die Einzelhandelsumsätze im Januar angestiegen. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen besteht Aussicht, dass der reale Konsum im laufenden Quartal nicht mehr so stark zurückgeht wie im zweiten Halbjahr 2008.
Die US-Einzelhandelsumsätze haben sich gemäß der vorläufigen offiziellen Schätzung– nach der stark enttäuschenden Entwicklung seit dem Sommer 2008 – zu Jahresbeginn mit einem Plus von 1% gegenüber dem Vormonat klar besser entwickelt als allgemein erwartet. Dabei ist eine Erholung auf recht breiter Basis festzusstellen. Auch die für die Schätzung des Konsums von Waren (rund 40% des privaten Verbrauchs) relevante Kernkomponente, d.h. der um den Autohandel und die Verkäufe von Baumaterialen bereinigte Absatz, zeigte sich mit einem Anstieg von 1,3% klar erholt.
Bedingt durch den neuerlichen Anstieg der Benzinpreise ist für Januar aber auch mit einem Wiederanstieg der Verbraucherpreise zu rechnen. Im Teilindex „Waren“ könnte der Zuwachs mit rund 0,5%-0,75% deutlich ausfallen. In preisbereinigter Rechnung dürfte daher der Warenkonsum zwar nur verhalten zulegen, aber trotzdem einen klar positiven Beitrag zur Entwicklung des realen Verbrauchs zu Jahresbeginn liefern.
Die Rahmenbedingungen für den Konsum – insbesondere die Lage am Arbeitsmarkt–- bleiben vorerst schwierig, sodass für die kommenden Monate mit einem Rückschlag gerechnet werden muss. Die heutigen Daten lassen jedoch erwarten, dass sich die Abwärtsbewegung bei den realen Konsumausgaben im laufenden Quartal verlangsamt.
Thomas Hofmann
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