USA: Einzelhandelsumsätze stabil
Nach dem sehr guten Start in das laufende Jahr ist bei den Einzelhandelsumsätzen im Februar ein deutlicher Rückschlag ausgeblieben. Damit haben sich die Chancen erhöht, dass der reale Konsum das Wachstum im laufenden Quartal nicht erneut belastet.
Die US-Einzelhandelsumsätze verzeichneten im Februar nur ein knappes Minus von 0,1% gegenüber dem Vormonat. Sie entwickelten sich damit erneut besser als allgemein erwartet. Überdies wurden die Ergebnisse für den Januar deutlich um 0,8 Prozentpunkte auf +1,8% nach oben korrigiert. Belastend wirkte im Februar vor allem ein abermaliger Umsatzrückgang im Autohandel, der bereits aus den Angaben der Autohersteller zum mengenmäßigen Absatz absehbar war. Demgegenüber setzte die unmittelbar in die Schätzungen des Konsums von Waren eingehende Kernkomponente dieses Berichts (um Autohandel und Verkäufe von Baumaterialen bereinigter Absatz) ihre Aufwärtsbewegung mit einem Anstieg von 0,8 % fort. In preisbereinigter Rechnung dürfte der Warenkonsum im Februar deutlicher nachgegeben haben, da angesichts des fortgesetzten Auftriebs bei den Benzinpreisen erneut mit einem Anstieg der Warenpreise in einer Großenordnung von 0,5%-0,75% zu rechnen ist. Allerdings impliziert die Aufwärtsrevision der Januar-Einzelhandelsdaten nach unserer Schätzung eine Aufwärtsrevision beim realen Warenkonsum von gut 0,4 Prozentpunkten und beim Gesamtkonsum von rund 0,2 Prozentpunkten. Die realen Konsumausgaben dürften daher per saldo im Zweimonatszeitraum Januar/Februar das Niveau des vierten Quartals 2008 zumindest gehalten haben.
Thomas Hofmann
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