Economic Research & Corporate Development
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USA: Schwache Verfassung, Abwertung dämpft Importe / Deutschland: Aufschwung intakt, Außenhandel verliert Dynamik / Mittel- und Osteuropa: Steigende Inflation, Hohe Wachstumsdynamik / Konjunkturprognose 2008/2009: Gute Arbeitsmarktdaten, Privater Verbrauch gibt Impulse

23.04.2008
Im Fokus von „Wirtschaft & Märkte“ steht diesmal unsere aktuelle Konjunkturprognose für 2008/2009. Die deutsche Wirtschaft dürfte nach einem voraussichtlich recht kräftigen ersten Quartal in den kommenden Monaten an Schwung verlieren. Grundsätzlich bleibt sie aber auf Expansionskurs. Angesichts guter Arbeitsmarktdaten und steigender Löhne dürfte nach Jahren der Lethargie der private Verbrauch in 2008 deutliche Impulse geben. Die Wachstumsimpulse vom Außenhandel werden in den nächsten Monaten angesichts der Stärke des Euro und der weniger dynamischen Weltwirtschaft deutlich nachlassen. Mit einer spürbaren und nachhaltigen Belebung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage ist erst im vierten Quartal zu rechnen. Für 2008 ist insgesamt ein reales Wirtschaftswachstum von 1,8 % zu erwarten. Für 2009 erwarten wir ein Wirtschaftswachstum von 2,2 %. Dieses wird sogar zu mehr als der Hälfte vom privaten Verbrauch getragen werden.
Die Weltwirtschaft und vor allem die internationalen Finanzmärkte stehen zu Beginn des Jahres 2008 stark unter dem Eindruck der Immobilienkrise in den USA. So gehen wir davon aus, dass im ersten Halbjahr sowohl von den USA als auch von Japan keine entscheidenden Impulse zu erwarten sind. Dank der weiterhin starken Wachstumsdynamik in den Emerging Markets dürfte die Weltwirtschaft 2008 aber doch mit (BIP-gewichtet) immerhin knapp 3 % wachsen. In 2009 wird das weltweite BIP-Wachstum dann die 3 %-Marke wieder deutlich überschreiten. Im Zuge dessen rechnen wir mit einem um 5 bis 6 % expandierenden Welthandel in 2008 und mit 6 bis 7 % im Jahr 2009. 
Die April-Ausgabe wird komplettiert mit einem Länderbericht über die USA und beleuchtet im Regionenfokus Mittel- und Osteuropa mit den Ländern Polen, Russland, Slowakei, Tschechien und Ungarn.

USA
Abwertung dämpft Importe
Die US-Wirtschaft dürfte zunächst in einer schwachen Verfassung bleiben. Die Anpassungsprozesse im Wohnungsbau und im Außenhandel kommen aber voran. Zusammen mit dem Konjunkturprogramm verbessert dies die Perspektiven für die zweite Jahreshälfte.

Regionen im Fokus: Mittel- und Osteuropa
Armes reiches Russland
Besonders ärgerlich ist es, wenn man Geld hat, es aber nicht ausgeben kann. Oder: Dass, wenn man es ausgibt, andere negative Konsequenzen drohen. Diese unglückliche Konstellation beschäftigt seit Jahren Russland.

Deutschland
Konjunkturprognose2007820089
Die deutsche Wirtschaft dürfte nach einem voraussichtlich recht kräftigen ersten Quartal in den kommenden Monaten an Schwung verlieren. Grundsätzlich bleibt sie aber auf Expansionskurs. Angesichts guter Arbeitsmarktdaten und steigender Löhne dürfte nach Jahren der Lethargie der Private Verbrauch in 2008 deutliche Impulse geben. Die Weltwirtschaft und vor allem die internationalen Finanzmärkte stehen zu Beginn des Jahres 2008 stark unter dem Eindruck der Immobilienkrise in den USA. Im Euro-Raum hatte die Konjunktur bereits im vierten Quartal 2007 spürbar an Dynamik verloren. Von einem im ersten Halbjahr anhaltend abgeschwächten Expansionstempo ausgehend, rechnen wir mit einem EWU-Wirtschaftswachstum vom 1,8 %, das sich 2009 leicht auf 2 % beschleunigen dürfte.

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Michael K. Machauer
Dresdner Bank AG
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