Economic Research & Corporate Development
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USA: Ausgeprägte Lagerkorrektur, US-Dollar befestigt / Euro-Raum: Getrübter Ausblick, Leitzinsen seitwärts / Lateinamerika: Schwächere Dynamik, Hoher Inflationsdruck / Russland: Chinesische Wachstumsraten, Was kommt nach dem Ölboom?

15.08.2008
Im Fokus der Länderberichte steht diesmal Westeuropa mit den Ländern Großbritannien, Schweden und der Schweiz. In allen drei Ländern machen sich jetzt immer mehr die Auswirkungen der internationalen Finanzmarktkrise und der weltwirtschaftlichen Abkühlung bemerkbar. Dabei halten sich Schweden und die Schweiz noch relativ gut, während Großbritannien stark durch die Korrektur auf dem britischen Immobilienmarkt belastet wird.
In einem zweiten Regionalteil stellen wir die lateinamerikanischen Länder Argentinien, Brasilien und Venezuela vor. Auch hier geht die Konjunkturdynamik zurück, gleichzeitig steigt die Inflation – außer in Brasilien – auf besorgniserregende Höhen.
Der Spezialteil geht der Frage nach, wie es in Russland nach dem Ölboom weitergeht. Wir kommen zu dem Ergebnis, dass es zu kurz gegriffen wäre, Russlands Rekordwachstumsraten nur auf den hohen Ölpreis zurückzuführen. Der privateDienstleistungssektor und vor allem die Bauindustrie boomen und die Regierung treibt die Diversifizierung der Wirtschaft durch Investitionen in Infrastruktur, Bildung, Forschung und Entwicklung voran. So soll der Konjunkturaufschwung auch niedrigerenRohstoffpreisen standhalten.
Selbstverständlich finden Sie auch in dieser Ausgabe wieder unsere monatlichen Länderberichte zu den USA, zum Euro-Raum und zu Deutschland.

USA
Talfahrt beim PKW-Absatz hält an
Die US-Wirtschaft ist dank des Konjunkturprogramms im 2. Quartal um 1,9 % gewachsen. Auch aufgrund der Nachwirkungen des bisherigen Energiepreisanstiegs ist zunächst mit einer wieder gedämpfteren Konjunkturdynamik zu rechnen.

Euro-Raum
Keine technische Rezession, aber nahe dran
Es geht abwärts mit der europäischen Konjunktur, aber wie stark und wie lange? Für die EZB bleibt es schwierig, zwischen Wachstumsrisiken einerseits und Inflationsgefahren andererseits den richtigen Kurs zu finden, deshalb wird sie wahrscheinlich auf  absehbare Zeit geradeaus fahren.

Deutschland
Ölpreis – Konjunkturrisiko und Hoffnungsfaktor
Erst steigt der Ölpreis so lange weiter an, bis auch robusteren Volkswirtschaften allmählich die Puste ausgeht. Dann beginnt er in Reaktion auf die sich verschlechternde globale Konjunkturlage plötzlich deutlich nachzugeben. Eine Fortsetzung dieses Preisverfalls könnte sich als sehr effektives Konjunkturprogramm erweisen.

Regionen im Fokus: Westeuropa ohne EWU
Schwächere Konjunktur,  steigende Inflation
In allen drei betrachteten Ländern machen sich jetzt immer mehr die Auswirkungen der internationalen Finanzmarktkrise und der weltwirtschaftlichen Abkühlung bemerkbar. Dabei halten sich Schweden und die Schweiz noch relativ gut, während Großbritannien stark durch die Korrektur auf dem britischen Immobilienmarkt belastet wird.

Regionen im Fokus: Lateinamerika
Hohe Ölpreise: Wenige profitieren, viele leiden
„Die Industrieländer leiden unter den hohen Ölpreisen, während die Emerging Markets davon profitieren“. Diese These stimmt nicht mit der Wirklichkeit überein. Denn die meisten Schwellen- und Entwicklungsländer müssen Öl importieren und leiden unter dem inzwischen zwar rückläufigen, aber immer noch sehr hohen Ölpreisniveau.

Spezialthema
Russland: Vom Öl zum Boom
Russlands Rekordwachstumsraten nur auf den hohen Ölpreis zurückzuführen, wäre zu kurz gegriffen. Der private Dienstleistungssektor und vor allem die Bauindustrie boomenund die Regierung treibt die Diversifizierung der Wirtschaft durch Investitionen in Infrastruktur, Bildung, Forschung und Entwicklung voran. So soll der Konjunkturaufschwung auch niedrigeren Rohstoffpreisen standhalten.

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Michael K. Machauer
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