Economic Research & Corporate Development
Die demographische Entwicklung in Mittel- und Osteuropa
Die demographischen Veränderungen in den MOE-Ländern sind ausgeprägt. Die Bevölkerung insgesamt, besonders aber das Erwerbspersonenpotenzial, wird in fast allen in dieser Studie betrachteten Ländern deutlich zurückgehen. Diese Entwicklungen beeinflussen die Wachstumsmöglichkeiten der Länder und die Entwicklung der öffentlichen Ausgaben. Erwerbsfähige müssen in den nächsten Jahrzehnten einen rasant steigenden Anteil von Rentnern unterstützen. Dies wird etwas dadurch abgemildert, das in den MOE-Ländern die alten, umlagefinanzierten Rentensysteme bereits durch moderne Mehr-Säulen-Rentensysteme abgelöst worden sind. Neben den Rentenausgaben lassen alternde Gesellschaften auch die Kosten für Pflege und Gesundheit ansteigen. Allerdings verfügendie MOE-Länder auch über ein hohes Wachstumspotenzial und in den nächsten 25 Jahren dürfte dieses die negativen Effekte des demographischen Wandels überkompensieren.
13.08.2007
Demografie und Vermögenspreise -Droht eine Baisse auf den Finanzmärkten?
Der Zusammenhang zwischen demografischem Wandel und der Entwicklung der Vermögenspreise wird insbesondere in den USA intensiv diskutiert. Dabei unterstellt die sogenannte Asset Market Meltdown-Hypothese eine enge positive Korrelation zwischen der Entwicklung der arbeitsfähigen Bevölkerung und der Kursentwicklung etwa auf den Aktienmärkten. Dies lässt sich in einem stringenten Modell einer geschlossenen Volkswirtschaft auch nachvollziehen. Sobald das Modell aber um angebotsseitige Faktoren ergänzt sowie gegenüber dem Ausland geöffnet wird, kommt man zu anderen Ergebnissen. Diese werden auch durch empirische Erhebungen gestützt.
09.09.2005
Erbschaftsvolumen bei 1 Billion EUR bis 2010
Nach vielen Jahrzehnten der Wohlstandssteigerung haben die privaten Haushalte in Deutschland ein Gesamtvermögen von brutto fast 10 Billionen EUR aufgebaut und immer mehr Ältere haben daran einen Anteil. Entsprechend gewinnen mit diesen wachsenden Vermögenswerten Erbschaftsübertragungen immer stärker an Bedeutung. Bis 2010 dürften Immobilien-, Geld- und Gebrauchsvermögen von gut 1 Billion EUR vererbt werden. Damit werden jährlich Vermögensbestände übertragen, die das Sparvolumen der privaten Haushalte übersteigen. Zwar werden durch Erbschaften gesamtwirtschaftlich keine neuen Vermögen geschaffen, jedoch können auf individueller Ebene beträchtliche Umstrukturierungen stattfinden.
08.08.2005
Wer ist besser auf den Ruhestand vorbereitet - Europäer oder Amerikaner?
Die Bedeutung privater Altersvorsorge nimmt überall zu. Kaum ein Land in Europa, in dem die demographische Entwicklung nicht zu Einschnitten im Leistungsniveau der staatlichen Altersvorsorge geführt hat und noch führen werden. Kapitalgedeckte private und betriebliche Altersvorsorge werden für die Versorgung im Alter immer wichtiger. Selbst in den USA, die verglichen mit Europa in einer deutlich günstigeren demographischen Situation sind, ist von der Regierung die teilweise Umstellung der umlagefinanzierten Rente auf eine stärker kapitalgedeckte Altersvorsorge vorgesehen. Wie sind die Möglichkeiten der Bürger, die geringer werdenden Leistungen der umlagefinanzierten Rentensysteme durch eigenes Vermögen aufzustocken? Wie sieht der Vergleich zwischen den USA und der EU15 aus?
30.06.2005
Kontakt
Dr. Lorenz Weimann
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