Economic Research & Corporate Development
Vier negative Quartale in Folge
Da auf das schwache dritte Quartal ein noch schlechteres Winterhalbjahrfolgen dürfte, gehen wir nun davon aus, dass die EWU-Wirtschaft 2009 um 0,6 % schrumpft. Dennoch spricht vieles für eine wirtschaftliche Erholung im späteren Verlauf des nächsten Jahres. Den Tiefpunkt des Leitzinssenkungszyklus sehen wir bei 1,75 %.
17.12.2008
150 Basispunkte Zinssenkung im vierten Quartal
Die EWU- Stimmungsindikatoren sind auf historische Tiefständegefallen. Das entschlossene geldpolitische Handeln der EZB zieltwesentlich darauf ab, wieder Vertrauen zu schaffen. Die gestiegenenRenditedifferenzen innerhalb des Euro-Raums sind ein Beispiel fürderzeit schlecht funktionierende Märkte bzw. Marktverzerrungen.
12.11.2008
Auftakt für weitere Lockerung der Geldpolitik
Die konzertierte Zinssenkung ist als starkes Signal gegen Panik zubegrüßen. Angesichts anhaltender Risiken für das Finanzsystem,abnehmender Inflationsgefahren und der aller Voraussicht nachschlechten Konjunktur- sowie Arbeitsmarktentwicklung dürfte dieEZB weiter entschlossen handeln und das Leitzinsniveau auf 3 % senken.
16.10.2008
Durststrecke im zweiten Halbjahr
Wir haben unsere Wachstumsprognosen für dieses und nächstes Jahr zwar nach unten angepasst. Dennoch halten wir am Bild einer Konjunkturbelebung im Verlauf von 2009 fest, das gestützt wird durch den jüngsten Ölpreisrückgang und die Euro-Abwertung. Da sich die Wirtschaft wieder fängt, wird es zu keiner EZB-Zinssenkung kommen.
11.09.2008
Keine technische Rezession, aber nahe dran
Es geht abwärts mit der europäischen Konjunktur, aber wie stark und wie lange? Für die EZB bleibt es schwierig, zwischen Wachstumsrisiken einerseits und Inflationsgefahren andererseits den richtigen Kurs zu finden, deshalb wird sie wahrscheinlich auf absehbare Zeit geradeaus fahren.
11.08.2008
Angeschlagene Konjunktur
Abwärtskorrekturen bei den Prognosen für das Wirtschaftswachstum, Anpassungen nach oben bei den Inflationsschätzungen – das Spannungsfeld für die EZB hat sich verschärft. Sie wird wahrscheinlich nicht noch einmal an der Zinsschraube drehen.
16.07.2008
Wie lange kann das noch gut gehen?
Die EWU-Wirtschaft hat sich im ersten Quartal als überraschend widerstandsfähig erwiesen, doch schon im zweiten Quartal wird es eine kalte Dusche geben. Die nun inverse Zinsstruktur ist eine weitere Zutat im Cocktail der Belastungsfaktoren für den weiteren Konjunkturverlauf.
25.06.2008
Zwischen Hoffen und Bangen
Stimmung und Kapazitätsauslastungsgrad fallen, die Arbeitslosenquote geht nicht weiter zurück. Dennoch wird der EZB auch die sinkende Inflationsrate vorerst nicht genug sein: Mit einer Leitzinssenkung ist erst ab September zu rechnen. In der Tendenz dürften die sich einengenden Zinsdifferenzen zu den USA den Euro schwächen.
26.05.2008
Konjunkturbild mit Licht und Schatten
Die EZB sträubt sich angesichts der aktuell hohen Inflation zwar gegen eine Leitzinssenkung, wird unseres Erachtens aber aufgrund der Konjunkturrisiken nicht umhin kommen, ihre Geldpolitik zulockern.
20.03.2008
EWU-Konjunktur: Halbe Fahrt voraus
Nun ist es amtlich: Die Konjunktur im Euro-Raum hat sich Ende 2007 deutlich abgeschwächt. Vermutlich waren alle Antriebskräfte hiervon betroffen. Bei diesem langsameren Tempo dürfte es im ersten Halbjahr bleiben.
21.02.2008
Wachstumsdelle, kein Konjukturloch
Die jüngsten Stimmungsindikatoren zeichnen kein rosiges Bild, ergeben aber auch keinen allzu düsteren Ausblick. Auch wenn der BIP-Anstieg 2008 um fast einen Prozentpunkt niedriger ausfällt als im vergangenen Jahr, bleiben die Wachstumskräfte intakt, was sich 2009 dann wieder deutlicher zeigen wird.
22.01.2008
Wachstum fällt knapp unter 2 %
Im dritten Quartal hat sich die Konjunkturdynamik mehr als verdoppelt. So schwungvoll wird es allerdings nicht weitergehen. Das Leitzinsniveau sehen wir unverändert bei 4 %. Der „tighteningbias“ der EZB dient unseres Erachtens auch dazu, Zinssenkungsdiskussionen/-spekulationen zu vermeiden.
18.12.2007
Wie groß ist die Widerstandskraft?
Die Rahmenbedingungen verschlechtern sich, aber zu einem relativ günstigen Zeitpunkt, da sich die EWU-Wirtschaft in einem robusten Zustand befindet. Eine EZB-Zinserhöhung wird erst nicht möglich, später nicht mehr nötig sein. Der Euro dürfte zunächst weiter auf 1,50 USD/EUR steigen, dann Richtung 1,40 fallen.
16.11.2007
Verschärfte Kreditrichtlinien
Die Finanzkrise lastet auf der Stimmung. Die Banken haben ihre Angebotsbedingungen für Unternehmens- und Wohnungsbaukredite gestrafft. Trotzdem wird die Realwirtschaft wahrscheinlich glimpflich davonkommen. Dem Euro dürften vom gegenwärtighohen Stand aus längerfristig keine Flügel mehr wachsen.
16.10.2007
EZB wird längere Zinspause einlegen
Die US-Immobilienkrise und Turbulenzen an den Finanzmärkten gehen nicht spurlos an der Realwirtschaft des Euro-Raums vorbei, aber sie dürfte sich als robust erweisen. Dass die Perspektiven insgesamt mit erhöhter Unsicherheit behaftet bleiben, wird die EZB wahrscheinlich zu weiterem Abwarten veranlassen.
24.09.2007
Ist im September Schluss?
Der EWU-Konjunkturzyklus hat seinen Höhepunkt vermutlich überschritten. Dies zusammen mit drohenden weiteren Finanzmarktturbulenzen ausgehend von den USA dürfte die EZB davon abhalten, über ein Leitzinsniveau von 4,25 % hinauszugehen.
13.08.2007
Konjunktur läuft rund
Trotz des bemerkenswerten Rückgangs der Arbeitslosigkeit sehenwir keinen bedenklichen Lohndruck. Dennoch wird die EZB wahrscheinlich im September noch einmal an der Zinsschraube drehen. Die bisherigen Straffungsschritte sollten zu einer weiteren Abschwächung des Kreditwachstums führen.
10.07.2007
Renditen auf höchstem Stand seit 2002
Die Grundlage für ein diesjähriges Wirtschaftswachstum von 2,7 % ist mit den Zahlen des ersten Quartals gelegt. Angesichts dessen und der jüngsten EZB-Pressekonferenz sehen wir den Leitzinsgipfel noch nicht erreicht. Dennoch dürfte der Renditeanstieg zum Stillstand kommen.
15.06.2007
Serie positiver Konjunkturdaten
Wir halten es zwar für verfrüht, unsere Wachstumsprognose von 2,5 % für das laufende Jahr anzuheben, sehen aber zunehmende „Aufwärtsrisiken“. Anders als im letzten Zinserhöhungszyklus hilft der Euro diesmal der EZB bei ihrer Arbeit. Dennoch könnte das Leitzinsniveau über 4 % hinausgehen.
11.05.2007
Nachlassende Kreditexpansion
Die EWU-Wirtschaft befindet sich auf einem relativ ausgewogenen Wachstumskurs. Dass die Kreditvergabe an den privaten Sektor tendenziellan Schwung verliert, zeigt die Wirkung der Geldpolitik. Die EZB hat sich die Option einer weiteren Zinsanhebung eindeutig offen gehalten, wird sie unseres Erachtens jedoch nicht ausüben.
19.03.2007
Kontakt
Dr. Lorenz Weimann
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