Economic Research & Corporate Development
Struktur der europäischen Hypothekenmärkte
Europas Hypothekenmärkte werden 2008 aus zwei Gründen stark im Fokus bleiben. Einerseits bewegt die Frage, inwieweit das US-Subprime-Debakel in Europa eine Fortsetzung finden könnte. Nach den stürmischen, fundamental kaum zu erklärenden Entwicklungen in einigen Teilmärkten wie Irland, Spanien oder Großbritannien erscheinen angesichts steigender Risikoprämien und Zinsen deutliche Korrekturen unvermeidbar. Auf der anderen Seite ist mit der Veröffentlichung des Weißbuchs über die Integration der EU-Hypothekarkreditmärkte durch die EU-Kommission kurz vor Weihnachten wieder Bewegung in die Debatte über eine angemessene Regulierung der EU-Hypothekenmärkte gekommen. Vor diesem Hintergrund lohnt es sich, noch einmal genauer die Struktur des europäischen Hypothekenmarkts zu untersuchen.
22.01.2008
Haushaltsvermögen im internationalen Vergleich
Das Geldvermögen in Deutschland hat im Jahr 2006 einen neuen Höchststand von 4,53 Bill. EUR erklommen. Zusammen mit einem Immobilienvermögen von 4,8 Bill. EUR1 und einem Gebrauchsvermögen von etwa 1 Bill. EUR verfügen die deutschen Haushalte über ein Gesamtvermögen von 10,3 Bill. EUR. Innerhalb der G7 rangiert Deutschland damit auf etwa dem Niveau von Italien und Frankreich. Allerdings verlief die Vermögensentwicklung in Deutschland in den vergangenen Jahren weniger dynamisch als in den Nachbarländern. Hauptgrund war die sehr verhaltene Entwicklung am Immobilienmarkt.
24.09.2007
Der Wandel im deutschen Finanzsystem – Chance für die Mittelstandsfinanzierung
Das deutsche Finanzsystem und als wichtiger Teil davon auch die Mittelstandsfinanzierung unterliegen seit Beginn des 21. Jahrhunderts einem tiefgreifenden Strukturwandel. Die Entwicklung führt in der Tendenz zu einem Bedeutungsgewinn von Märkten und marktmäßigen Bewertungen. Traditionelle Finanzierungsinstrumente, wie sie in Deutschland mit der Kredit- und Lieferantenfinanzierung für den Mittelstand bisher prägend waren, haben sich aufgrund der gestiegenen Risikoanforderungen internationaler Kapitalmärkte und der stärkeren Betonung des individuellen Risikoprofils der Banken erheblich weiterentwickelt. In der Praxis lassen sich zwar zögerlich, aber mit zunehmender Beschleunigung kapitalmarktbestimmte Finanzierungsangebote und neue Finanzmarktinstitutionen für den breiten Mittelstand beobachten.
15.06.2007
Hedgefonds und Private Equity: Neue Stabilitätsrisiken?
Es mangelt derzeit nicht an Warnungen im Hinblick auf die Stabilität des Weltfinanzsystems. Auf den ersten Blick ist das überraschend, denn die Weltfinanzmärkte haben sich in den letzten Jahren im Ganzen sehr positiv entwickelt: allenthalben deutliche Kurssteigerungen sowie sinkende Volatilitäten bei Aktien, Renten und Devisen. Gerade darin aber sehen die Zentralbanken ein Zeichen für zu hohe „Sorglosigkeit“ an den Märkten: die Risiken für das System könnten mit anderen Worten gerade darin liegen, dass die Investoren scheinbar kaum noch Risiken sehen.
15.06.2007
Kapitalmarktentwicklung 2007
Halten die Aktienmärkte bis Jahresende ihr hohes Niveau? Wird das auslaufende Jahr 2006 aufgrund der negativen Entwicklung an den Rentenmärkten im ersten Halbjahr als ein Aktienjahr in Erinnerung bleiben? Und wird man dies auch für 2007 sagen können? Die makroökonomischen Rahmendaten sprechen zumindest für eine stabile Entwicklung an den Kapitalmärkten. Ein anhaltend wenn auch moderateres Wachstum der Weltwirtschaft bei nachlassendem Inflationsdruck lassen 2007 eine leichte Aufwärtsbewegung der Wertpapierrenditen erwarten. An den Aktienmärkten bleibt der Aufwärtstrend intakt, wenn auch die Kurssteigerungen niedriger sein dürften als 2006. Da an den Rentenmärkten voraussichtlich kaum mehr als der Coupon verdient werden kann, könnte es 2007 wiederum heißen: Aktie schlägt Rente!
15.12.2006
Das Ende der Niedrigzinsen?
Nicht zuletzt aufgrund der hohen Ölpreise steigen Preise und Zinsen weltweit. Dennoch liegen die langfristigen Anleiherenditen noch auf niedrigem Niveau. Wird der Zinsanstieg weitergehen und welche Erklärungsansätze gibt es dafür?
16.11.2005
Globale Liquiditätsschwemme: Problem oder Wachstumsmotor?
Im Zuge der stark expansiven Ausrichtung der Geldpolitik in den letzten Jahren ist die Geldschöpfung der wirtschaftlichen Aktivität stark vorausgelaufen, so dass derzeit eine deutliche Überversorgung besteht. Solange externe Faktoren wie die Globalisierung den Anstieg der Lohnstückkosten begrenzen, besteht freilich berechtigte Hoffnung, dass es nicht zu inflationären Tendenzen kommt. Selbst bei etwas schwächerer Konjunktur ist jedoch im Euro-Raum kein weiterer Raum für eine Zinssenkung.
21.07.2005
Struktur der Aktienmärkte in den asiatischen Emerging Markets
Bei den Aktienmärkten von Schwellenländern nehmen die asiatischen Märkte sowohl bei der Marktkapitalisierung als auch bei ihrer Performance eine herausragende Stellung ein. Dennoch ist ihre Struktur bis heute für viele Anleger ein Buch mit sieben Siegeln.
31.03.2005
Ein Wirtschaftsnobelpreis für die Glaubwürdigkeit
Am 11. Oktober gab die schwedische Akademie der Wissenschaften die diesjährigen Träger des von der Schwedischen Reichsbank in Erinnerung an Alfred Nobel gestifteten Nobelpreises für Wirtschaft bekannt: Finn E. Kydland und Edward C. Prescott. Ihre theoretischen Arbeiten haben nicht nur das Denken vieler Ökonomen und Geldpolitiker beeinflusst. Viele Indizien sprechen sogar dafür, dass selbst in der Kapitalmarktentwicklung Spuren dieser Arbeiten erkennbar sind.
30.12.2004
Inflation und Aktienkurse
Zu den wichtigsten Fragestellungen bei der Aktienmarktbewertung gehört der Zusammenhang zwischen Aktienkursen und Inflationsrate. Häufig wird in diesem Zusammenhang die Meinung vertreten, mit steigenden Preisen erhöhten sich auch Unternehmensgewinne und Aktienkurse. Ist dieser Zusammenhang Fakt oder Illusion?
27.07.2004
Marktunsicherheiten und Aktien-Bond-Korrelation
Zinssteigerungen gehen Hand in Hand mit fallenden Aktienkursen und Zinssenkungen beflügeln sie. So lautet die Daumenregel für den Kurszusammenhang zwischen Aktien und Bonds. In den vergangenen vier Jahren war diese Regel allerdings außer Kraft gesetzt: Aktien und Bonds waren negativ korreliert. So war man gezwungen, sich auf eine allgemeinere Position zurückzuziehen: Nicht alles, was für Bonds gut ist, ist auch gut für Aktien.
26.03.2004
Ein makroökonomisches Aktienmarktmodell
Sind Aktien über- oder unterbewertet? Sind sie billig oder teuer? Sind europäische Aktien amerikanischen Dividendenpapieren vorzuziehen? Nur selten besteht unter den Experten Einigkeit in der Bewertung der aktuellen Lage an den Aktienmärkten.
23.01.2004
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Dr. Lorenz Weimann
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