Economic Research & Corporate Development
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USA: Gemischte Daten, Wirtschaft hält sich über Wasser / Euro-Raum: Abkühlung im Sommer, EZB-Entscheidung auf der Kippe / Asien: Crash in China?, Wachstumskräfte sind stärker / Afrika: Aufbruch in Afrika, Rohstoffboom stützt Wirtschaft

18.06.2008
Im Fokus der Länderberichte steht diesmal Asien mit den Ländern China, Indien und Indonesien. In der Region sind schon einige Spekulationsblasen mit lautem Knall geplatzt. Vor allem China gerät immer wieder in den Verdacht, dass sich dort ähnliches wiederholen könnte. Die Aktienkurse sind auch schon kräftig gefallen - dies führte jedoch nicht zu einem Crash in der realen Wirtschaftsentwicklung. Der mit dem Kursrückgang verbundene Vermögensverlust erreicht noch nicht einmal das Sparaufkommen der privaten Haushalte eines einzigen Jahres. Die Haupttriebkräfte des chinesischen Wirtschaftswachstums sind stärker als Korrekturen „irrationaler Überschwänge.“
Das Spezialthema befasst sich mit den Wirtschaftsperspektiven Subsahara-Afrikas, das derzeit vom Rohstoffboom profitiert. In der Region verstärken sich die Anzeichen eines wirtschaftlichen Aufbruchs, die politische und wirtschaftliche Stabilität hat zugenommen. Gelingt es Afrika diesmal wirtschaftlich Anschluss an die Emerging Markets in Asien und Lateinamerika zu finden?
Selbstverständlich finden Sie auch in dieser Ausgabe wieder unsere monatlichen Länderberichte über die USA, den Euroraum, Deutschland und Japan.

USA
Lebhaftere Investitionstätigkeit
Die US-Wirtschaft hält sich über Wasser. Die Indikatoren für die Unternehmensinvestitionen überraschten positiv. Anhaltend ist aber die Energiepreisentwicklung ein bedeutender Unsicherheitsfaktor für die weitere konjunkturelle Entwicklung.

Euro-Raum
Wie lange kann das noch gut gehen?
Die EWU-Wirtschaft hat sich im ersten Quartal als überraschend widerstandsfähig erwiesen, doch schon im zweiten Quartal wird es eine kalte Dusche geben. Die nun inverse Zinsstruktur ist eine weitere Zutat im Cocktail der Belastungsfaktoren für den weiteren Konjunkturverlauf.

Deutschland
Konjunkturelle Sommerpause
Vieles spricht dafür, dass die deutsche Wirtschaft, nach dem fulminanten Start in das Jahr 2008, bereits im laufenden Quartal spürbar an Fahrt verlieren wird. Ob es letztendlich „nur“ bei einer konjunkturellen Sommerpause bleiben wird, hängt nicht zuletzt von der weiteren Ölpreisentwicklung ab.

Japan
Abschwächung auf dem Arbeitsmarkt
Auch in Japan hat die Konjunktur noch mit einem kräftigen Jahresauftakt 2008 überrascht. Aber es gibt dort ebenfalls bereits vermehrt Indikatoren dafür, dass die Wirtschaft im laufenden Quartal an Schwung verloren hat. Die Notenbank wird voraussichtlich trotz angezogener Preise aufgrund der vorherrschenden Konjunkturrisiken die Zinsen 2008 unverändert auf niedrigem Niveau belassen.

Regionen im Fokus: Asien
Spekulationsblasen ohne Folgen
Zweifellos: In Asien gab es Spekulationsblasen, die laut platzten. Am lautesten war der Knall der japanischen Blase am dortigen Aktien- und Immobilienmarkt vor fast 20 Jahren. 1997/1998 folgte die Asienkrise, folgt jetzt China?

Spezialthema
Aufbruch in Afrika
Nach mehr als zwei Jahrzehnten negativer Wirtschaftsnachrichten aus Afrika mehren sich die Anzeichen für eine nachhaltige Trendwende. Wir rechnen mit einem jahresdurchschnittlichen realen Wachstum von 6 bis 7,5 % in den nächsten 10 Jahren. Mit dieser Wirtschaftsdynamik kann Subsahara-Afrika einen nachhaltigen Aufschwung erzielen. Besonders vielversprechend sind die Wirtschaftsperspektiven in den Staaten des westlichen und südlichen Afrika.

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Kontakt
Michael K. Machauer
Dresdner Bank AG
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