Economic Research & Corporate Development
Emerging Markets: Flaute ja, Krise nein
Früher stand Lateinamerika häufig an vorderster Front, wenn esirgendwo auf der Welt zu wirtschaftlichen Turbulenzen kam. Währendder aktuellen schweren internationalen Finanzkrise steht dieRegion – glücklicherweise – kaum im Fokus. Auch wenn Börsenkurseund Währungen wie überall unter Druck geraten sind, halten sich dieLänder bis auf wenige Ausnahmen im internationalen Vergleich gut.
12.11.2008
Emerging Markets: Hohe Ölpreise: Wenige profitieren, viele leiden
„Die Industrieländer leiden unter den hohen Ölpreisen, während die Emerging Markets davon profitieren“. Diese These stimmt nicht mit der Wirklichkeit überein. Denn die meisten Schwellen- und Entwicklungsländer müssen Öl importieren und leiden unter dem inzwischen zwar rückläufigen, aber immer noch sehr hohen Ölpreisniveau.
18.08.2008
Der Segen der hohen Nahrungsmittelpreise, aber ...?
Der Kampf um knappe Nahrungsmittel nimmt zu: Demonstrationen, Exportbeschränkungen und Krisengipfel sind die Folge. Während die hohen Preise für die meisten Regionen der Welt eindeutig negativ zu bewerten sind, ist das Bild in Lateinamerika günstiger. Denn steigenden Konsumentenpreisen im Inland stehen hohe Exportüberschüsse bei Nahrungsmitteln gegenüber.
26.05.2008
Brasilien: Die neue Energiemacht ?
Anfang der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts war Brasilien stark von Energieimporten abhängig. Die Ölkrise 1973 traf das Land daher hart. Das Handelsbilanzdefizit verzehnfachte sich innerhalb kürzester Zeit und die Devisenreserven halbierten sich bis Mitte der siebziger Jahre. Im Zuge der Industrialisierungspolitik, die als Ziel den Ersatz von Importgütern durch heimische Produktion hatte und die schließlich in der Verschuldungskrise der achtziger Jahre mündete, versuchte Brasilien, die Abhängigkeit von importiertem Erdöl zu verringern. Zum einen weitete das Land die eigene Erdölproduktion stark aus, zum anderen investierte es in die Entwicklung alternativer Energieträger wie Ethanol.
21.02.2008
Konjunktur schwächer, aber robust
Die US-Konjunktur schwächelt. Was bedeutet dies für die südlichen Nachbarn, die lange von den USA als Weltwirtschaftslokomotive profitiert haben? Wird Lateinamerika sich anstecken und wie stark werden die Auswirkungen sein?
21.02.2008
Rohstoffboom in Lateinamerika
Lateinamerika war seit seiner Entdeckung immer ein wichtiger Rohstofflieferant. Seit den mit Silber gefüllten Galeeren der Spanier und Portugiesen bis zu den Kupferexporten in unseren Tagen versorgt die Region mit ihren Rohstoffen den Weltmarkt. Jahrelang waren die Rohstoffpreise im Keller, seit wenigen Jahren explodieren sie jedoch förmlich. Wie wirkt sich dies auf Lateinamerika aus?
16.11.2007
Kapitalverkehrskontrollen
Thailand tat es Ende letzten Jahres, Kolumbien folgte kürzlich. Chile und sogar Deutschland hatten sie eingeführt, aber sie später wieder abgeschafft. Gemeint sind Kapitalverkehrskontrollen der ganz besonderen Art, nämlich diejenigen, die Kapitalzuflüsse abwehren sollen.
10.07.2007
"Go global" auch in den Emerging Markets
Wirft man einen Blick auf die Kapitalverflechtung der Emerging Markets mit dem Ausland, so ist die Bilanz eindeutig: Den Schwellenländern fließt in großem Stil Kapital zu. Auf der anderen Seite beginnen jedoch auch die Schwellenländer ihrerseits, grenzüberschreitende Direktinvestitionen zu tätigen. Dies zeigt: Die Globalisierung ist keine Einbahnstraße.
19.03.2007
Krisenresistenz in Lateinamerika
„Bekommen die Industrieländer einen Schnupfen, so müssen die Emerging Markets mit einer Grippe fertig werden“, ist ein gern gebrauchter Spruch, der seine Gültigkeit vor allem in Lateinamerika schon oft bewiesen hat.
15.12.2006
Lateinamerika: Was bleibt vom „Carry Trade“?
Beim Carry Trade werden Investitionen in Hochzinsländern über Kredite aus Niedrigzinsländern finanziert. Folgen viele diesem Beispiel wertet sich der Wechselkurs der Anlagewährung auf und beschert dem Investor einen über die Nominalzinsdifferenz hinausgehenden Ertrag, bis sich die Erwartungen vor allem bezüglich des künftigen Wechselkurses drehen. Ist letzteres der Fall, kommt es schnell zu einer Umkehrung des Kapitalflusses, mit zumeist erheblichen Verlusten für die Investoren.
15.08.2006
Lateinamerika: Emerging Markets Krise ?
Die Zinsanhebungen der Notenbanken in den Hauptwährungsländern haben die Währungen in einigen Schwellenländen unter Druck gebracht und die Spreads am internationalen Anleihemarkt wieder leicht steigen lassen. Nach der Euphorie der letzten Jahre nehmen Krisenpropheten dies jetzt zum Anlass, wieder eine neue Emerging Market Krise in Aussicht zu stellen.
12.04.2006
Wahljahr in Lateinamerika
2006 ist Wahljahr in Lateinamerika. Immerhin stehen dieses Jahr mehr als zwölf Parlaments- und/oder Präsidentschaftswahlen in Mittel- und Südamerika an. Sich derart häufende Wahltermine lassen Ökonomen und Investoren leicht erzittern. Unvergessen sind die bangen Monate vor der letzten brasilianischen Präsidentschaftswahl 2002, als der drohende Wahlsieg Lulas die Geschäftswelt in Panik versetzte. Auch wenn dies letztlich unbegründet war, stellte die Möglichkeit eines Regierungswechsel in Lateinamerika sehr oft das Erreichte in Frage und leitete damit heftige finanzielle Turbulenzen und Kapitalflucht ein.
16.01.2006
Märkte trotzen politischen Turbulenzen
Politische Turbulenzen prägen derzeit das Geschehen in vielen Volkswirtschaften der Region: Präsident Lula in Brasilien sieht sich Korruptionsvorwürfen ausgesetzt, Venezuelas Präsident Chávez profiliert sich dank hoher Öleinnahmen als Wohltäter Lateinamerikas, und Präsident Kirchner in Argentinien weigert sich weiterhin standhaft, auf den IWF zuzugehen. Die Kapitalzuflüsse in lateinamerikanische Anlagen haben darunter bislang nicht gelitten; Vorsicht ist jedoch angeraten.
09.09.2005
Rückschläge sind vorprogrammiert
Nach dem Krisenjahr 2002, als Argentinien seine Zahlungen an das Ausland einstellte und Brasilien in eine tiefe Vertrauenskrise geriet, war 2003 das Jahr der Stabilisierung und 2004 das Jahr einer hohen Wachstumsdynamik: Lateinamerikas Wirtschaftsleistung expandierte mit 5,6 % mit der höchsten Rate seit 1997. Eine Bestandsaufnahme zeigt, dass sich im Verlauf der vergangenen Jahre einiges zum Besseren gewendet hat, vieles aber weiterhin im Argen liegt.
30.06.2005
Aufwertung sorgt für höhere Makro-Stabilität
Die starke Aufwertung der meisten lateinamerikanischen Währungen gegenüber dem US-Dollar 2004 war eine Überraschung.
28.02.2005
Kontakt
Dr. Lorenz Weimann
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