Wirtschaft und Märkte März 2008
USA: Eintrübung, Fed vor unkonventionellen Schritten? / Euro-Raum: Licht und Schatten, Homogeneres Unternehmenskreditwachstum / Asien: Wachstum ungebrochen, Privater Verbrauch als Wachstumsmotor / China: Langfristige Perspektiven, Was treibt das Wachstum?
Im Fokus der Länderberichte steht diesmal Asien mit den Ländern China, Malaysia und Südkorea. China wies 2007 mit 11,4 %, die höchste Wachstumsrate seit 1994 auf. Sowohl dort als auch in Malaysia und Südkorea gewinnt der Private Verbrauch zunehmend an Gewicht, während die Exporte als Wachstumsmotor 2008 an Bedeutung verlieren.
Das Spezialthema befasst sich mit den langfristigen Wirtschaftsperspektiven Chinas. Das Reich der Mitte wird in den kommenden 14 Jahren graduell an Wirtschaftsdynamik verlieren, bis zum Jahr 2022 dennoch zum drittgrößten Wirtschaftsraum der Welt heranwachsen und fast die Größe des Euro-Raumes erreichen. Mit dieser Entwicklung werden viele strukturelle Verschiebungen einhergehen.
Selbstverständlich finden Sie auch in dieser Ausgabe wieder unsere monatlichen Länderberichte über die USA, den Euroraum und über Deutschland.
USA
Fed zielt auf Hypothekenmarkt
Die konjunkturellen Perspektiven für das erste Halbjahr haben sich weiter eingetrübt. Mit Hilfe des Konjunkturprogramms sollte die Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte zwar wieder Tritt fassen, im Jahresdurchschnitt 2008 dürfte jedoch nur ein Wirtschaftswachstumvon 1,5 % erreicht werden.
Euro-Raum
Konjunkturbild mit Licht und Schatten
Die EZB sträubt sich angesichts der aktuell hohen Inflation zwar gegen eine Leitzinssenkung, wird unseres Erachtens aber aufgrund der Konjunkturrisiken nicht umhin kommen, ihre Geldpolitik zulockern.
Deutschland
Anzeichen für Konsumbelebung
In den vergangenen Wochen haben positive Konjunkturindikatoren klar überwogen. Es mehren sich die Anzeichen dafür, dass die deutsche Wirtschaft einen besseren Start in das Jahr 2008 hingelegt hat als zunächst angenommen. Selbst beim Privaten Verbrauch zeichnet sich bereits im ersten Quartal eine leichte Erholung ab.
Regionen im Fokus: Asien
Boom in den Emerging Markets
Die Hochkonjunktur in den Emerging Markets ist ungebrochen: Russlands Wirtschaft wuchs 2007 um über 8 %, was an chinesische Verhältnisse erinnert. Indien verbucht eine ähnlich kräftige Wirtschaftsdynamik und in Lateinamerika ist von der oft prophezeiten Wachstumsabkühlung bisher noch nichts zu sehen.
Spezialthema
Chinas langfristige Wirtschaftsperspektiven
In diesem Beitrag befassen wir uns mit den langfristigen Wirtschaftsperspektiven Chinas. Dazu analysieren wir die Wachstumsfaktoren und Treiber des chinesischen Wirtschaftswachstums. Dabei kommen wir zum Ergebnis, dass China in den kommenden 14 Jahren graduell an Wirtschaftsdynamik verlieren wird. Für die Jahre 2009–2012 sehen wir in unserem Basisszenario die jahresdurchschnittliche Expansion des realen BIP bei 9 %, für 2013-2022 dagegen bei 7 %. Dennoch wird China bis 2022 zum drittgrößten Wirtschaftsraum der Welt heran wachsen und fast die Größe des Euro-Raumes erlangen. Mit dieser Entwicklung werden viele strukturelle Verschiebungen einhergehen: Die Inlandsnachfrage und hier vor allem der private Verbrauch wird überdurchschnittlich zulegen, während der Export als Haupttriebkraft derKonjunktur an Bedeutung verliert.
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