Economic Research & Corporate Development
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USA: Ausgeprägte Verschlechterung, Voraussichtliche Schrumpfung im Winterhalbjahr / Euro-Raum: Schrumpfung, Weitere Zinssenkung erwartet / Lateinamerika: Keine Krise, Erhöhte Krisenresistenz / Chemieindustrie: Neue Wachstumsfelder, Zunehmende Produktion im Ausland

12.11.2008
Im Fokus der Länderberichte steht diesmal Westeuropa mit den Ländern Großbritannien, Schweden und der Schweiz. In allen drei betrachteten Ländern hat sich die wirtschaftliche Lage zuletzt markant verschärft. Die jeweiligen Zentralbanken reagierten darauf mit in der Häufigkeit und im Ausmaß unerwartet hohen Leitzinssenkungen.
In einem zweiten Regionalteil stellen wir die lateinamerikanischen Länder Brasilien, Mexiko und Peru vor. Früher stand Lateinamerika bei Krisen häufig an vorderster Front. Diesmal steht die Region aufgrund der erhöhten Krisenresistenz vieler lateinamerikanischer Staaten kaum im Fokus. Gleichwohl bereiten der Preisverfall bei Rohstoffen sowie die wegbrechenden Exportmärkte in den Industrieländern Sorge.
Der Spezialteil beleuchtet die Situation der deutschen Chemieindustrie. Diese produziert zunehmend in China, Indien und dem Nahen Osten. Zur Sicherung ihrer Weltmarktstellung ist sie aber darauf angewiesen auch am Standort Deutschland durch die Entwicklung neuer Produkte und Verfahren neue Wachstumsfelder zu besetzen. Dabei sind vor allem drei Schlüsseltechnologien von herausragender Bedeutung: die Katalyse, die Nanotechnologie und die industrielle („weiße“) Biotechnologie.
Selbstverständlich finden Sie auch in dieser Ausgabe wieder unsere monatlichen Länderberichte zu den USA, zum Euro-Raum und zu Deutschland.

USA
Weiteres Konjunkturprogramm
Die Verschlechterung der Wirtschaftsindikatoren ist ausgeprägter alserwartet. Die US-Wirtschaft wird im Winterhalbjahr voraussichtlichschrumpfen. Zur Stabilisierung der Wirtschaftsaktivität wird inzwischenein weiteres Konjunkturprogramm erwogen.

Euro-Raum
150 Basispunkte Zinssenkung im vierten Quartal 
Die EWU- Stimmungsindikatoren sind auf historische Tiefständegefallen. Das entschlossene geldpolitische Handeln der EZB zieltwesentlich darauf ab, wieder Vertrauen zu schaffen. Die gestiegenenRenditedifferenzen innerhalb des Euro-Raums sind ein Beispiel fürderzeit schlecht funktionierende Märkte bzw. Marktverzerrungen.

Deutschland
Konjunkturdaten signalisieren Rezession 
Die wirtschaftliche Lage hat sich weiter verschlechtert. In diesemund im nächsten Quartal dürfte die Wirtschaft schrumpfen. Mit einerlanganhaltenden Rezession rechnen wir jedoch nicht. Der Kaufkraftgewinndank der deutlich gesunkenen Rohstoffpreise sowie derschwächere Euro sollten im Verlaufe des Jahres 2009 zunehmendstimulieren.

Regionen im Fokus: Lateinamerika
Flaute ja, Krise nein
Früher stand Lateinamerika häufig an vorderster Front, wenn esirgendwo auf der Welt zu wirtschaftlichen Turbulenzen kam. Währendder aktuellen schweren internationalen Finanzkrise steht dieRegion – glücklicherweise – kaum im Fokus. Auch wenn Börsenkurseund Währungen wie überall unter Druck geraten sind, halten sich dieLänder bis auf wenige Ausnahmen im internationalen Vergleich gut.

Spezialthema
Chemie für das 21. Jahrhundert - sauber, sparsam und biobasiert 
Die deutsche Chemieindustrie produziert zunehmend in China, Indienund dem Nahen Osten. Zur Sicherung ihrer Weltmarktstellung istsie aber darauf angewiesen auch am Standort Deutschland durch dieEntwicklung neuer Produkte und Verfahren neue Wachstumsfelderzu besetzen. Dabei sind vor allem drei Schlüsseltechnologien von herausragenderBedeutung: die Katalyse, die Nanotechnologie und dieindustrielle („weiße“) Biotechnologie.

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Michael K. Machauer
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