"Wirtschaft & Märkte" Oktober 2008
USA: Wirtschaft stagniert, Krisenmanagement ausgeweitet / Euro-Raum: Konzertierte Zinssenkung, Weitere Senkung erwartet / Mittel- und Osteuropa: Russland: Stimmungseintrübung, Spuren der Finanzmarktkrise / KonjunkturprognoseDeutschland: Konjunkturelle Vollbremsung, Konjunkturbelebung erst 2009
Im Fokus von „Wirtschaft & Märkte“ steht diesmal unsere aktuelle Konjunkturprognose für 2009. Die deutsche Wirtschaft steuert auf eine Stagnation im zweiten Halbjahr 2008 zu. Schon im zweiten Quartal war der Konjunkturmotor ins Stocken geraten. Zum Herbst haben sich die Stimmungsindikatoren insbesondere wegen der Finanzmarktkrise weiter eingetrübt, auch die „harten Daten“ geben kaum einen Grund zum Optimismus. Unter der Annahme, dass die Finanzmarktkrise in den ersten Monaten des Jahres 2009 allmählich an Brisanz verliert, sehen wir allerdings gute Chancen für eine leichte Konjunkturbelebung im nächsten Jahr. Zu dieser Belebung sollten sowohl der inzwischen deutlich gefallene Ölpreis, der schwächere Euro sowie auch der private Konsum beitragen. Alles in allem erwarten wir für 2009 ein Wachstum von 0,7 % nach 1,8 % im laufenden Jahr.
Die Oktober-Ausgabe wird komplettiert mit einem Länderbericht über die USA und einer Analyse der wirtschaftlichen Entwicklung im Euro-Raum. Im Regionenfokus Mittel- und Osteuropa beleuchten wir die Länder Bulgarien, Polen, Rumänien, Russland und Ungarn.
USA
Fed investiert in Commercial Papers
Die Zuspitzung der Finanzkrise lässt positiven wirtschaftlichen Erwartungenkeinen Spielraum. Die US-Wirtschaft wird bis Anfang 2009bestenfalls stagnieren. Die Wirtschaftspolitik zieht alle Register, umdie Risiken für die Kreditversorgung einzudämmen.
Euro-Raum
Auftakt für weitere Lockerung der Geldpolitik
Die konzertierte Zinssenkung ist als starkes Signal gegen Panik zubegrüßen. Angesichts anhaltender Risiken für das Finanzsystem,abnehmender Inflationsgefahren und der aller Voraussicht nachschlechten Konjunktur- sowie Arbeitsmarktentwicklung dürfte dieEZB weiter entschlossen handeln und das Leitzinsniveau auf 3 % senken.
Regionen im Fokus: Mittel- und Osteuropa
Finanzkrise und Emerging Markets
Die Eruptionen an den Finanzmärkten in den Industriestaaten sind anHeftigkeit kaum mehr zu überbieten. Bis vor kurzem hatten sich diemeisten Schwellenländer aber noch wacker geschlagen. Dann drohtedie Liquiditätskrise auch sie zu erwischen.
Spezialthema
Deutsche Konjunktur: Perspektiven 2008/2009
Die deutsche Wirtschaft steuert auf eine Stagnation im zweiten Halbjahr2008 zu. Schon im zweiten Quartal war der Konjunkturmotor insStocken geraten. Zum Herbst haben sich die Stimmungsindikatoreninsbesondere wegen der Finanzmarktkrise weiter eingetrübt, auchdie „harten Daten“ geben kaum einen Grund zum Optimismus. Unterder Annahme, dass die Finanzmarktkrise in den ersten Monaten desJahres 2009 allmählich an Brisanz verliert, sehen wir allerdings guteChancen für eine leichte Konjunkturbelebung im nächsten Jahr.
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