Economic Research & Corporate Development
Renditevergleich zwischen Umlagesystem und Kapitaldeckungssystem
In jüngster Vergangenheit häufen sich Stimmen, die Leistungsrücknahmen in der Gesetzlichen Rentenversicherung zugunsten der kapitalgedeckten Systeme kritisieren und auf die Vorteile des Umlagesystems verweisen. Dieser Kritik ist einfach zu begegnen, wenn man Umlagesystem und Kapitaldeckungssystem anhand der Renditen vergleicht. Dabei zeigt sich, dass vor dem Hintergrund einer alternden Gesellschaft die kapitalgedeckte Alterssicherung rentierlicher ist als das Umlagesystem und dass die Beiträge zur Gesetzlichen Rentenversicherung mitunter zur Hälfte Steuercharakter haben.
11.09.2008
Riester-Rente: Schlüssel zur Vermeidung von Altersarmut
In Deutschland geht das Gespenst der drohenden Altersarmut um. Rentenreformen, hohe Arbeitslosigkeit und geringe Erwerbseinkommen könnten sich zukünftig für einen größer werdenden Anteil der Rentner in sehr geringen Renteneinkommen niederschlagen. Ein Mittel, um, Altersarmut zu vermeiden, ist die zusätzliche private Altersvorsorge, insbesondere die Riester-Rente. Diese wurde in jüngster Vergangenheit zu Unrecht durch die Behauptung diskreditiert, sie würde sich für Geringverdiener nicht lohnen. Nachfolgend wird gezeigt, dass sich die Riester-Rente auch für Geringverdiener lohnt und sie der Schlüssel zur Vermeidung derAltersarmut ist. Andere Vorschläge wie die Rücknahme der Rentenreformen oder gar Mindestlöhne sind dagegen kontraproduktiv.
16.07.2008
Die Rendite privater Geldvermögen in Deutschland und den USA
Das Geldvermögen privater Haushalte in Deutschland hat Ende des Jahres 2004 insgesamt 4.068 Mrd. EUR erreicht und konnte sich damit seit Anfang der neunziger Jahre ungefähr verdoppeln. Auf diesen Vermögensbestand erzielten die Deutschen von 1991 bis 2004 eine jahresdurchschnittliche Realrendite von 2,1 %. Auffällig ist freilich dass US-Amerikaner im selben Zeitraum auf eine Realrendite von 3,6 % kamen. Ein wesentlicher Grund für die bessere Rendite in den USA ist der sehr viel höhere Aktienanteil in den USA (22 %) als in Deutschland (6,5%). Eine Angleichung der Aktienquote an amerikanische Verhältnisse würde zu einem Anstieg der deutschen Gesamtportfoliorendite um 0,6 Prozentpunkte führen. Bei einem Geldvermögen von 4 Billionen EUR entspräche die aus der Umschichtung langfristig zu erwartende Renditeverbesserung immerhin einem jährlichen Vermögenszuwachs von 24 Milliarden EUR – knapp 20 % der gesamten Geldvermögensbildung im Jahr 2004.
16.01.2006
Reformbedarf in der Altersvorsorge ungleich verteilt!
Ein Blick auf die Altersvorsorgesysteme in der EU zeigt, dass sie mindestens ebenso große Unterschiede aufweisen, wie die Wirtschaftsentwicklungen der EU-Länder. Allerdings weisen die Entwicklungen der letzten Jahre überall in die gleiche Richtung: weniger staatliche Leistungen und mehr private Vorsorge – die demographische Entwicklung lässt den meisten Ländern keine andere Wahl. Der Stand der Reformen in den europäischen Altersvorsorgesystemen wird in diesem Artikel beleuchtet.
16.11.2005
Wer ist besser auf den Ruhestand vorbereitet - Europäer oder Amerikaner?
Die Bedeutung privater Altersvorsorge nimmt überall zu. Kaum ein Land in Europa, in dem die demographische Entwicklung nicht zu Einschnitten im Leistungsniveau der staatlichen Altersvorsorge geführt hat und noch führen werden. Kapitalgedeckte private und betriebliche Altersvorsorge werden für die Versorgung im Alter immer wichtiger. Selbst in den USA, die verglichen mit Europa in einer deutlich günstigeren demographischen Situation sind, ist von der Regierung die teilweise Umstellung der umlagefinanzierten Rente auf eine stärker kapitalgedeckte Altersvorsorge vorgesehen. Wie sind die Möglichkeiten der Bürger, die geringer werdenden Leistungen der umlagefinanzierten Rentensysteme durch eigenes Vermögen aufzustocken? Wie sieht der Vergleich zwischen den USA und der EU15 aus?
30.06.2005
Das chinesische Sozialsystem - Dauerbaustelle im Wettlauf gegen die Zeit
Die Umstrukturierung des Sozialsystems in der Volksrepublik China wurde bereits in den achtziger Jahren eingeleitet, ist jedoch bislang noch nicht abgeschlossen. Bislang kommt nur die Bevölkerung in den Städten in den Genuss sozialer Leistungen, während die in ländlichen Gebieten lebende Bevölkerungsmehrheit davon nach wie vor weitgehend ausgeschlossen ist. Steigende Arbeitslosenzahlen, die zunehmende Alterung der Gesellschaft und das Aufbrechen sozialer Strukturen erfordern einen raschen Ausbau des Sozialsystems.
31.03.2005
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Dr. Lorenz Weimann
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