Economic Research & Corporate Development
Europäische Versicherungsmärkte: Vergleich und Perspektiven
Alterung, Steuer- und Sozialsystemreformen, Klimawandel, Naturkatastrophen und Preiskämpfe sind nur einige der prominenten Schlagwörter und Themen, die auch im vergangenen Jahr den Rahmen für die Entwicklung der Versicherungsmärkte vorgaben. Entsprechend der länderspezifischen Besonderheiten, wie Entwicklungsstand der Branche, Veränderungen in den gesetzlichen Rahmenbedingungen oder Nachfragepräferenzen, verliefen die Entwicklungen in den europäischen Ländern allerdings recht unterschiedlich. Das gilt sowohl für das Lebensversicherungs- als auch für das Sachversicherungsgeschäft.
14.03.2006
Die Rendite privater Geldvermögen in Deutschland und den USA
Das Geldvermögen privater Haushalte in Deutschland hat Ende des Jahres 2004 insgesamt 4.068 Mrd. EUR erreicht und konnte sich damit seit Anfang der neunziger Jahre ungefähr verdoppeln. Auf diesen Vermögensbestand erzielten die Deutschen von 1991 bis 2004 eine jahresdurchschnittliche Realrendite von 2,1 %. Auffällig ist freilich dass US-Amerikaner im selben Zeitraum auf eine Realrendite von 3,6 % kamen. Ein wesentlicher Grund für die bessere Rendite in den USA ist der sehr viel höhere Aktienanteil in den USA (22 %) als in Deutschland (6,5%). Eine Angleichung der Aktienquote an amerikanische Verhältnisse würde zu einem Anstieg der deutschen Gesamtportfoliorendite um 0,6 Prozentpunkte führen. Bei einem Geldvermögen von 4 Billionen EUR entspräche die aus der Umschichtung langfristig zu erwartende Renditeverbesserung immerhin einem jährlichen Vermögenszuwachs von 24 Milliarden EUR - knapp 20 % der gesamten Geldvermögensbildung im Jahr 2004.
16.01.2006
Versicherungsmärkte – erste Anzeichen für rauere Zeiten?
Die Lage der Versicherungswirtschaft hat sich in den letzten vier Jahren entspannt: Die Prämieneinnahmen sind gestiegen, die Schaden-Kostenquoten der Sachversicherer zurückgegangen und die Kapitalausstattung der Lebensversicherungsunternehmen hat sich verbessert. Die Aktienmärkte honorierten diese Entwicklung mit einem Anstieg der Aktienkurse der Versicherungsunternehmen. Naturkatastrophen, die Schäden in nie da gewesener Höhe verursachten, stützten bislang die Marktdisziplin der Sachversicherungsunternehmen; die Preise blieben weitgehend stabil. Das Lebensversicherungsgeschäft wird von dem sich abzeichnenden demographischen Wandel und damit zusammenhängenden Sozialsystemreformen beeinflusst.
12.12.2005
Reformbedarf in der Altersvorsorge ungleich verteilt!
Ein Blick auf die Altersvorsorgesysteme in der EU zeigt, dass sie mindestens ebenso große Unterschiede aufweisen, wie die Wirtschaftsentwicklungen der EU-Länder. Allerdings weisen die Entwicklungen der letzten Jahre überall in die gleiche Richtung: weniger staatliche Leistungen und mehr private Vorsorge - die demographische Entwicklung lässt den meisten Ländern keine andere Wahl. Der Stand der Reformen in den europäischen Altersvorsorgesystemen wird in diesem Artikel beleuchtet.
16.11.2005
Erbschaftsvolumen bei 1 Billion EUR bis 2010
Nach vielen Jahrzehnten der Wohlstandssteigerung haben die privaten Haushalte in Deutschland ein Gesamtvermögen von brutto fast 10 Billionen EUR aufgebaut und immer mehr Ältere haben daran einen Anteil. Entsprechend gewinnen mit diesen wachsenden Vermögenswerten Erbschaftsübertragungen immer stärker an Bedeutung. Bis 2010 dürften Immobilien-, Geld- und Gebrauchsvermögen von gut 1 Billion EUR vererbt werden. Damit werden jährlich Vermögensbestände übertragen, die das Sparvolumen der privaten Haushalte übersteigen. Zwar werden durch Erbschaften gesamtwirtschaftlich keine neuen Vermögen geschaffen, jedoch können auf individueller Ebene beträchtliche Umstrukturierungen stattfinden.
08.08.2005
Wer ist besser auf den Ruhestand vorbereitet - Europäer oder Amerikaner?
Die Bedeutung privater Altersvorsorge nimmt überall zu. Kaum ein Land in Europa, in dem die demographische Entwicklung nicht zu Einschnitten im Leistungsniveau der staatlichen Altersvorsorge geführt hat und noch führen werden. Kapitalgedeckte private und betriebliche Altersvorsorge werden für die Versorgung im Alter immer wichtiger. Selbst in den USA, die verglichen mit Europa in einer deutlich günstigeren demographischen Situation sind, ist von der Regierung die teilweise Umstellung der umlagefinanzierten Rente auf eine stärker kapitalgedeckte Altersvorsorge vorgesehen. Wie sind die Möglichkeiten der Bürger, die geringer werdenden Leistungen der umlagefinanzierten Rentensysteme durch eigenes Vermögen aufzustocken? Wie sieht der Vergleich zwischen den USA und der EU15 aus?
30.06.2005
Das chinesische Sozialsystem - Dauerbaustelle im Wettlauf gegen die Zeit
Die Umstrukturierung des Sozialsystems in der Volksrepublik China wurde bereits in den achtziger Jahren eingeleitet, ist jedoch bislang noch nicht abgeschlossen. Bislang kommt nur die Bevölkerung in den Städten in den Genuss sozialer Leistungen, während die in ländlichen Gebieten lebende Bevölkerungsmehrheit davon nach wie vor weitgehend ausgeschlossen ist. Steigende Arbeitslosenzahlen, die zunehmende Alterung der Gesellschaft und das Aufbrechen sozialer Strukturen erfordern einen raschen Ausbau des Sozialsystems.
31.03.2005
Europäische Versicherungsmärkte: Vergleich und Perspektiven
Die Versicherungsnachfrage wird maßgeblich durch den Umfang der staatlichen sozialen Absicherung, die Sensibilität für Risiken und der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung beeinflusst. Dies zeigt die unterschiedliche Dynamik der Entwicklung der Versicherungsmärkte in den großen Ländern der Europäischen Union.
20.02.2004
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Dr. Lorenz Weimann
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