Economic Research & Corporate Development
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Chinas Wachstumsdynamik sprengt seit Jahren alle Rekorde. Doch jetzt mehren sich die Stimmen, dass China nach der Olympiade einen starken Wachstumseinbruch erleiden könnte. Kommt es zum Hard Landing der chinesischen Wirtschaft?

18.08.2008
Zweifelsohne hat die chinesische Konjunktur in diesem Jahr an Fahrt verloren. Die Schwäche der Weltwirtschaft und die in den letzten Jahren stark gestiegenen heimischen Lohnkosten  bekommt Chinas Exportwirtschaft allmählich zu spüren. Auch die gegenwärtige Korrektur der Vermögenspreise dürfte leichte Spuren in der Binnenkonjunktur hinterlassen. Vor allem erwarten wir nachlassende Investitionen im Immobilienbereich.
Dennoch bleiben die wichtigsten Wachstumsfaktoren Chinas (hohe Kapitalbildung und ausländische Direktinvestitionen) weiterhin intakt. Zudem ist die Regierung in der Lage, bei einem starken Konjunktureinbruch gegenzusteuern. Hier kommt in erster Linie sicherlich die Aktivierung der staatlichen Infrastrukturinvestitionen in Frage, zumal viele Projekte in den letzten Jahren wegen der Olympiade aufgeschoben wurden. Auch die gegenwärtig restriktive Kreditvergabepolitik kann jederzeit deutlich gelockert werden. Ohnehin genießen hohes Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen nach wie vor höchste Priorität bei der politischen Führung in China. Alles in allem erwarten wir kein Hard Landing der chinesischen Wirtschaft. Das Wirtschaftswachstum wird sich in diesem Jahr auf 10 % und im nächsten Jahr auf 8-9 % zurückbilden. Damit pendelt sich die Wachstumsrate in China auf ein eher tragbares Niveauein. Diese Abkühlung der chinesischen Konjunktur dürfte auch zur Beruhigung der Rohstoffpreise auf dem Weltmarkt beitragen.

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