Economic Research & Corporate Development
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Chinas reales Wirtschaftswachstum erreicht 2007 mit 11,5% seinen Höhepunkt, wird aber auch 2008 trotz des Wirtschaftsabschwungs in den USA auf hohem Niveau verbleiben. Eine weiche oder sogar harte „Konjunkturlandung“ ist im nächsten Jahr nicht in Sicht. Längerfristig wird aber auch die chinesische Konjunktur an Fahrt verlieren. In den kommenden 5 Jahren dürfte die jahresdurchschnittliche Expansion des BIP bei 9% in den danach folgenden 10 bei 7% liegen. Hinter den längerfristig moderateren Zuwachsraten steht unter anderem eine abnehmende Bedeutung der wirtschaftlichen Erschließung des Hinterlandes und des Exports sowie eine reduzierte Ersparnisbildung. Die Wirtschaftsentwicklung der Volksrepublik würde damit dem Wachstumsverlauf anderer, wirtschaftlich weiter entwickelter Staaten in Fernost wie Südkorea, Taiwan und Japan folgen.

23.11.2007
Im Rahmen dieses insgesamt positiven Szenarios sehen die Volkswirte der Dresdner Bank in einem aktuellen Working Paper besonders gute Entwicklungsperspektiven für den chinesischen Banken- und Finanzmarkt. Die Finanzwirtschaft gehört noch zu den am stärksten regulierten Sektoren. Sie wird von der in den kommenden Jahren anstehenden Liberalisierung profitieren und einen überproportionalen Wachstumsbeitrag leisten. Eine Finanzkrise größeren Ausmaßes, die auch die Realwirtschaft in Mitleidenschaft ziehen könnte, halten die Dresdner Bank Volkswirte für unwahrscheinlich. Mit dem in der Studie skizzierten Wachstumspfad wird sich Chinas Rolle in der Weltwirtschaft massiv ändern: In den kommenden 15 Jahren wird das Land zum drittgrößten Wirtschaftsraum der Welt nach den USA und Euroland aufsteigen.

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Kontakt
Michael Machauer
Dresdner Bank AG
+49.69.263.7079