Economic Research & Corporate Development
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Ein Hard landing hätte gravierende Auswirkungen auf China selbst und auf die Weltwirtschaft. Allerdings hat ein solches Schreckensszenario nur eine sehr geringe Eintrittswahrscheinlichkeit. Chinas Wachstumsdynamik wird sich im laufenden Jahr und 2006 nur moderat auf 8% zurückbilden.

04.03.2005
In dem aktuellen Working Paper "China's economic scenarios" analysieren die Volkswirte der Allianz Gruppe und der Dresdner Bank die Konsequenzen unterschiedlicher Wachstumsverläufe auf die chinesische Volkswirtschaft und das internationale Umfeld. Ein Hard landing, dies bedeutete eine Wachstumsrate von deutlich unter 6%, würde vor allem den chinesischen Bankensektor, der ohnehin einen beträchtlichen Anteil der "non-performing-loans" am Kreditportfolio hält, treffen. Allerdings erwarten die China-Experten der Allianz auch in diesem Fall keine systemische Bankenkrise: Denn dank der hohen Sparquote der privaten Haushalte und des ungebrochenen Vertrauens der Bankkunden in den staatlichen Rückhalt des Bankensystems sowie aufgrund der bestehenden Devisen- und Kapitalverkehrskontrollen sehen sich die großen Banken keinen Liquiditätsproblemen
gegenüber.
Ein starker Konjunktureinbruch zöge auch globale Folgewirkungen nach sich, bedenkt man die gestiegene Bedeutung Chinas in der Weltwirtschaft. Die Volksrepublik ist inzwischen die drittgrößte Handelsnation der Welt und die Wachstumslokomotive Asiens. Etwa zwei Drittel der chinesischen Importe kommen aus den Nachbarländern. Von daher wären die Auswirkungen eines Konjunktureinbruchs in China auf Asien weitreichender als die auf die USA und die EU. Ein positiver Nebeneffekt wäre dagegen eine zu erwartende Preisabkühlung an den internationalen Rohstoffmärkten.

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Kontakt
Michael Machauer
Dresdner Bank AG
+49.69.263.7079