Economic Research & Corporate Development
Konjunkturelle Zuversicht angebracht, mittelfristig aber viele Fragezeichen
Die Zeichen für eine kräftige Konjunkturerholung verstärken sich. Die Weltwirtschaft löst sich aus der Schockstarre, in die sie seit dem vergangenen Herbst geraten war. Dies ist jedoch kein Grund sich beruhigt zurückzulehnen. Auch wenn im zweiten Halbjahr die Produktion kräftig anzieht und die Unterauslastung der Kapazitäten zurückgeht (was zu erwarten ist), sind die negativen Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf das zukünftige Wachstum nicht ausgeräumt.
28.07.2009
Bruttoinlandsprodukt überzeichnet Rezession – Preisbereinigung vernachlässigt “Terms of Trade”-Gewinne –
Das reale deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist wie noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik eingebrochen. Nicht im völligem Einklang damit steht die Stimmung in der deutschen Wirtschaft. Woran liegt es, dass sie nicht so schlecht ist, wie es der Einbruch des Bruttoinlandsprodukts suggeriert?
26.05.2009
Gross domestic product overstates recession
Germany’s real gross domestic product (GDP) has taken a tumble unprecedented in the history of the Federal Republic. However, this is not fully in line with sentiment in the German economy. How come sentiment is not as bad as the slide in GDP would suggest?
26.05.2009
Konjunkturprognose 2009/10: Ende der konjunkturellen Talfahrt ab der Jahresmitte 2009
Nach dem Sturzflug seit Herbst 2008 hat Deutschland konjunkturell bald das Schlimmste überstanden. Trotz der nach wie vor bestehenden großen Unsicherheiten halten die Ökonomen der Allianz eine konjunkturelle Erholung ab der Jahresmitte für den wahrscheinlichsten Fall. Die positiven Impulse aus den Konjunkturprogrammen, die niedrigen Zinsen und die massiv gesunkenen Rohstoffpreise beginnen zu wirken.
31.03.2009
Was können wir aus früheren Rezessionen lernen?
Stehen wir vor einer Weltwirtschaftskrise wie in den dreißiger Jahren oder vor einer scharfen aber nicht allzu langen Rezession? Die Volkswirte von Allianz und Dresdner Bank haben für Deutschland die Rezessionen seit Anfang der siebziger Jahre miteinander verglichen und den Versuch unternommen daraus Folgerungen für den jetzigen Abschwung abzuleiten.
10.12.2008
Familienunternehmen – Hoffnungsträger einer soliden Wirtschaftsentwicklung
Die deutschen Familienunternehmen erwirtschaften mehr als die Hälfe des hiesigen Bruttoinlandsprodukts und beschäftigen 70 % aller sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer. Viele dieser Unternehmen sind Gewinner des Globalisierungsprozesses und haben sich zu unerkannten Weltmarktführern („Hidden Champions“) gemausert. Begünstigt werden Familienunternehmen dabei durch den Trend zur Mass Customization. Offenkundig verfügen sie auch über die Möglichkeit, Strukturen hervorzubringen, die gerade im Hinblick auf das rasante Tempo, mit dem sich das heutige wirtschaftliche Umfeld verändert, besondere Vorteile bieten. Äußerst krisenanfällig sind Familienunternehmen bei der Übergabe an die nächste Generation.
05.12.2008
Konjunkturprognose 2009: Deutschland: Stagnation nach konjunktureller Vollbremsung
Die deutsche Wirtschaft steuert nach Ansicht der Volkswirte von Allianz und Dresdner Bank auf eine Stagnation im zweiten Halbjahr 2008 zu. Schon im zweiten Quartal war der Konjunkturmotor ins Stocken geraten. Zum Herbst haben sich die Stimmungsindikatoren insbesondere wegen der Finanzmarktkrise weiter eingetrübt, auch die „harten Daten“ geben kaum einen Grund zum Optimismus.
30.09.2008
Deutschland: Kein Grund für Gewinnpessimismus
2007 steigerten die 30 DAX-Unternehmen ihre Gewinne kräftig. Wird sich die positive Gewinnentwicklung der deutschen Unternehmen – trotz der derzeitigen Belastungen – im laufenden Jahr fortsetzen? In unserem Working Paper „Kein Grund für Gewinnpessimismus“ kommen wir zum Ergebnis, dass sich nach vier Jahren kräftiger Gewinnsteigerungen 2008 eine moderatere Entwicklung andeutet. Positiv ist dabei aber dass der Aufwärtstrend der Gewinne auch in einem schwierigen Jahr wie 2008 voraussichtlich nicht gebrochen wird.
29.05.2008
Konjunkturprognose 2008/2009
Die deutsche Wirtschaft dürfte nach einem voraussichtlich recht kräftigen ersten Quartal in den kommenden Monaten an Schwung verlieren. Grundsätzlich bleibt sie aber auf Expansionskurs. Angesichts guter Arbeitsmarktdaten und steigender Löhne dürfte nach Jahren der Lethargie der private Verbrauch in 2008 deutliche Impulse geben.
09.04.2008
Die Steigerung der volkswirtschaftlichen Innovationskraft – ein Kampf an mehreren Fronten
Die Stärkung der Innovationskraft Deutschlands und Europas hat eine enorme Bedeutung, um den erreichten Wohlstand zu erhalten. Doch die Steigerung der Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) allein wird nicht zum gewünschten Ziel von Produktivitätssteigerung und Wirtschaftswachstum führen – auch die staatlichen Rahmenbedingungen für Innovationen müssen stimmen.
29.02.2008
Konjunkturprognose 2008: Deutsche Wirtschaft zeigt sich robust
Die Korrektur am US-Immobilienmarkt und die dadurch ausgelöste Liquiditätskrise werden nur sehr begrenzte Auswirkungen auf die deutsche Konjunktur haben. Die deutsche Wirtschaft dürfte in der zweiten Jahreshälfte 2007 bei insgesamt etwas verschlechterten Rahmendaten weiterhin moderat expandieren und auch nächstes Jahr um 2,3 % zulegen. Wachstumsimpulse werden 2008 nach wie vor von den Investitionen kommen. Auch der Private Verbrauch, der 2007 deutlich hinter seinen Möglichkeiten zurückgeblieben ist, wird einen entscheidenden Beitrag leisten.
10.10.2007
Deutschland im internationalen Standortvergleich
Der Wirtschaftsstandort Deutschland hat in den vergangenen Jahren aufgeholt und ist längst besser als sein Ruf. Die volkswirtschaftlichen Fakten zeigen: So schlecht wie Deutschland lange Zeit wahrgenommen wurde, ist es nicht. International steht die Bundesrepublik auf Platz 8. Die besten Wirtschaftsstandorte sind der Studie zufolge Schweden, gefolgt von Großbritannien und den Niederlanden.
12.09.2007
Vermögensreport 2007
Das Vermögen deutscher Privathaushalte hat sich im Jahr 2006 weiter erhöht. Dennoch liegen die Pro-Kopf-Vermögen hinter denen der USA, der EU15 oder auch Japans zurück. Im Vergleich zu den USA ist die Realrendite des deutschen Geldvermögens in den vergangenen 15 Jahren um rund 1,3 Prozentpunkte niedriger gewesen. Dies liegt vor allem am höheren Aktienanteil in der amerikanischen Vermögensstruktur.
05.09.2007
Konjunkturprognose 2007/2008
Die Mehrwertsteuererhöhung in Deutschland hat nur vorübergehend zu einer Verlangsamung des Wachstums geführt. Im zweiten Halbjahr 2007 wird die Wirtschaft wieder an Schwung gewinnen. Stabilisiert wird das Wachstum durch den Aufschwung am deutschen Arbeitsmarkt, positiv wirken sich darüber hinaus das erfreuliche Investitionsumfeld sowie die verbesserten Perspektiven für den privaten Konsum aus. Wir haben deshalb unsere Wachstumserwartung leicht nach oben revidiert. Für 2007 rechnen wir nun mit einem Plus des Bruttoinlandsprodukts von 2,0 Prozent (zuvor: 1,8 Prozent), im Jahr 2008 wird das Wachstum voraussichtlich 2,5 Prozent (zuvor: 2,3 Prozent) betragen.
12.04.2007
Gewinne 2007 mit verhaltener Dynamik
Das Jahr 2006 war ein gutes Jahr für die deutschen Unternehmen. Nicht nur, dass die Zahl der Unternehmensinsolvenzen erstmals seit langem deutlich zurückging (- 17 %), die Gewinne zogen auch weiter an. So stiegen die Unternehmensgewinne der nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften 2006 um über 8 % (in der Abgrenzung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung - VGR). Immerhin ist dies im dritten Jahr in Folge ein kräftiger Zuwachs (2004: + 15,6 %, 2005: + 12,5 %). Inwieweit sich 2007 die Gewinndynamik der vergangenen Jahre fortsetzen wird, hängt letztlich von der weiteren Konjunkturentwicklung ab. Unsere Analyse auf Basis der VGR liefert für das Jahr 2007 keinen Hinweis auf eine nahe Trendumkehr bei den Gewinnen. Sie bleiben klar aufwärts gerichtet.
02.04.2007
Auf dem Weg zu mehr Wachstum? - Produktivität und Produktionspotenzial in der deutschen Wirtschaft
Das Wachstum des deutschen Produktionspotenzials wird derzeit von den meisten Ökonomen auf 1 bis 1,5 % geschätzt. Dies steht auch im Einklang mit dem durchschnittlichen Wirtschaftswachstum von 1,3 % im Zeitraum 1995 bis 2005. Gibt es Chancen, schnell auf einen dauerhaft höheren Wachstumspfad zurückzukehren? Unsere Auffassung nach, ja.
20.12.2006
Deutschland bleibt auch 2007 auf Wachstumskurs
2007 wird der Aufschwung zwar durch die Mehrwertsteuererhöhung vorübergehend unterbrochen. Im weiteren Verlauf des Jahres stabilisiert sich die Konjunktur aber allmählich wieder. Für 2006 rechnen wir mit einem Wachstum des BIP von 2,4 Prozent, für 2007 gehen wir von 1,2 Prozent aus. Sollte der Trend zu fallenden Ölpreisen anhalten, besteht für das Wachstum 2007 noch Aufwärtspotenzial.
10.10.2006
Die Große Koalition: eine Zwischenbilanz zur parlamentarischen Sommerpause 2006
Die Große Koalition wurde aus der Not der unklaren Mehrheiten nach der Bundestagswahl vom 22. September 2005 geboren und ist nun seit gut acht Monaten im Amt. Da die Volksparteien schon in sich so heterogen sind, dass Kompromisse nur schwer zu finden sind, befürchten Großparteien in der Koalition einen erheblichen Profilverlust. Wohl nicht ganz zu unrecht. Dennoch besteht verbreitet die Hoffnung, dass eine Große Koalition zukunftsweisende Beschlüsse fasst. Anders als zuvor bestehen im Bundestag und Bundesrat nun klare Mehrheitsverhältnisse. Nach acht Monaten ist es zwar noch zu früh, die Gesamtarbeit der Koalition abschließend zu beurteilen. Sicher ist aber schon hinreichend Zeit vergangen, um ein Zwischenfazit zu ziehen.
26.07.2006
Deutschland: Konjunkturprognose 2006/2007
Der Konjunkturaufschwung in Deutschland hat zu Beginn des Jahres wieder an Fahrt aufgenommen. Nach wie vor sind die Exporte die Hauptstütze für die konjunkturelle Entwicklung. Für 2006 rechnen wir einem Wachstum von 2,2 Prozent, nach 0,9 Prozent im vergangenen Jahr. Auf dem Arbeitsmarkt sollte die Trendwende geschafft werden.
24.04.2006
Die Strompreise in Deutschland - warum sie gestiegen sind und wie man sie senken kann
Um die wesentlichen Ursachen der gestiegenen Strompreise und Ansatzpunkte für ihre Senkung zu erkennen, muss man drei zentrale Einflussgrößen – die Netzkosten, den Staatsanteil und die Großhandelspreise – genauer unter die Lupe nehmen.
09.02.2006
Kontakt
Dr. Lorenz Weimann
Allianz SE
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