Economic Research & Corporate Development
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Der Konjunkturaufschwung in Deutschland hat zu Beginn des Jahres wieder an Fahrt aufgenommen. Nach wie vor sind die Exporte die Hauptstütze für die konjunkturelle Entwicklung. Für 2006 rechnen wir einem Wachstum von 2,2 Prozent, nach 0,9 Prozent im vergangenen Jahr. Auf dem Arbeitsmarkt sollte die Trendwende geschafft werden.

24.04.2006
Die aktuellen Indikatoren für Deutschland weisen in der Breite auf einen ausgesprochen guten Konjunkturstart ins Jahr 2006 hin. Der Aufschwung hierzulande wird inzwischen auch zusätzlich von den Ausrüstungsinvestitionen getragen. Der private Verbrauch sollte im Laufe des Jahres an Dynamik gewinnen, wird dann allerdings 2007 - aufgrund der Mehrwertsteuererhöhung - spürbar zurückgehen.
2006 werden positive Impulse für den privaten Verbrauch noch insbesondere von der verbesserten Beschäftigungsentwicklung ausgehen. Das verfügbare Einkommen steigt voraussichtlich um 2,3 Prozent. Die Ausrüstungsinvestitionen haben weiter an Schwung gewonnen. Dies sollte sich 2006 mit einem Anstieg von 6,5 % (2005: 4,0 %) fortsetzen.
Nach wie vor ist die Ausfuhr Hauptstütze des deutschen Wirtschaftswachstums. Die deutsche Wettbewerbsposition profitiert von der anhaltend günstigen Entwicklung der heimischen Lohnstückkosten und einem fortgesetzt robusten Welthandel. Nach einem Exportwachstum von 6,3 % im vergangenen Jahr rechnen wir für 2006 mit einem beschleunigten Exportanstieg von 7 %. Die Inflationsrate sehen wir (nach 2,0 % 2005) im laufenden Jahr bei 1,7 Prozent, für 2007 rechnen wir mit 2,6 %.
Auf dem Arbeitsmarkt hat sich die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung inzwischen stabilisiert. Durch die anziehende Konjunktur sollte im laufenden Jahr schließlich die Wende am Arbeitsmarkt geschafft werden. Im Jahredurchschnitt erwarten wir einen Anstieg der Erwerbstätigkeit um 0,5 %, was etwa 200.000 zusätzlichen Jobs entspricht. Wir rechnen im Jahresverlauf mit einem Rückgang der saisonbereinigten Zahl der Arbeitslosen um rund 200.000 auf ca. 4,5 Mio. Personen. Die Arbeitslosenquote sollte am Jahresende zum ersten Mal seit Einführung der Hartz-IV-Reformen wieder knapp unter 11 % liegen (Jahresdurchschnitt: 11,2 %).

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