Economic Research & Corporate Development
Asien und die Krise: Herausforderungen und Chancen
Asien wurde von der Finanz- und Wirtschaftskrise besonders hart getroffen, da hier boomende Exporte in den vergangenen Jahren die Wirtschaftentwicklung maßgeblich bestimmt haben. Zwischen 2004 und 2008 wuchs das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Region um durchschnittlich 8% pro Jahr, was Asien zur mit Abstand dynamischsten Region der Welt gemacht hat. Die hohe Exportabhängigkeit führte in der Finanz- und Wirtschaftskrise zu einem Konjunktureinbruch wie zuletzt in der Asienkrise 1997/1998. Für 2009 prognostizieren die Ökonomen der Allianz ein für die Region sehr geringes Wirtschaftswachstum von 2,7%.
03.06.2009
Ostasien: Wegbereiter der nächsten Wirtschaftsdekade
Die drei größten Volkswirtschaften in Ostasien - China, Japan und Korea - weisen eine deutlich stärkere Verflechtung auf und sind weitaus besser für den nächsten Konjunkturaufschwung gerüstet, als man in Europa gemeinhin wahrnimmt.
27.04.2009
Afrika im Aufholfieber
Die 48 Länder in Subsahara-Afrika sind reich an Rohstoffen und liegen aufgrund der gestiegenen Preise und Nachfrage perfekt im Trend.
23.09.2008
Türkei: Krisenresistenter als gedacht
Nach einigen Jahren politischer Stabilität und hohen Wirtschaftswachstums droht der Türkei Ungemach. Zum einen hat die politische Unsicherheit wieder zugenommen. So hat in den letzten Monaten das inzwischen für die regierende AKP glimpflich ausgegangene Verbotsverfahren am obersten Gerichtshof das Land in Atem gehalten. Gleichzeitig sind die internationalen Kapitalmärkte durch die Subprimekrise in den USA in rauheres Wasser gekommen. Wie schafft das Land am Bosporus den Spagat zwischen der schwierigen innenpolitischen Lage sowie dem Vertrauen internationaler Investoren, auf das die Türkei aufgrund ihres hohen Bedarfs an ausländischem Kapital angewiesen ist?
18.08.2008
Aufbruch in Afrika
Die Anzeichen eines wirtschaftlichen Aufbruchs in Afrika verstärken sich. Dies ist umso erfreulicher, als die jüngere Wirtschaftsgeschichte des Kontinents oftmals enttäuschte. Naturkatastrophen, Hungersnöte, Bürgerkriege, Korruption und Überschuldung warfen Subsahara-Afrika hinter andere Entwicklungsregionen zurück und führten dazu, dass internationale Unternehmen die Region immer weniger in ihrer geschäftlichen Strategie berücksichtigten. Auf temporäre Lichtblicke, wie die Hinwendung einzelner Staaten zur Marktwirtschaft nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, folgte in der Regel Enttäuschung, häufig stellten sich verschlechterte externe Bedingungen, wie z.B. ein Verfallder Rohstoffpreise, dem Aufschwung entgegen. Droht dem jetzigen Aufbruch das gleiche Schicksal? Oder sprechen gewichtige Faktoren dafür, dass Subsahara-Afrika wirtschaftlichen Anschluss an Asien und Lateinamerika finden wird und sich aus den afrikanischen Entwicklungsstaaten Emerging Markets bilden werden?
11.06.2008
Indien: Dicht auf Chinas Fersen
Indien hat Anschluss an die fernöstliche Wachstumsdynamik gefunden. Seit einigen Jahren wächst die Wirtschaft sehr dynamisch und kräftig. Viele Faktoren sprechen dafür, dass die indische Volkswirtschaft längerfristig auf einem deutlich aufwärtsgerichteten Wachstumskurs bleiben wird. Der Subkontinent birgt das zweithöchste Wachstumspotenzial weltweit nach China. Indien ist auf dem Weg,eine bedeutende Wirtschaftsmacht zu werden.
22.02.2007
Brasilien: Stabilität bei schwachem Wachstum
Auch Brasilien bekam in den letzten Wochen die Nervosität der internationalen Finanzmärkte zu spüren: Die Renditeaufschläge für brasilianische Auslandsan-leihen gingen leicht in die Höhe, der Real wertete um gut 10% gegenüber dem US-Dollar ab und die brasilianische Börse brach ein.
02.06.2006
EU-Osterweiterung: Die wachsende Union und die Frage nach ihrer Finanzierbarkeit
Mit dem 1. Mai 2004 ist der Erweiterungsprozess der EU noch lange nicht zum Abschluss gekommen: Die EU wird auch in Zukunft weiter wachsen. Politisch und gesellschaftlich betrachtet ist dies sicherlich zu begrüßen, trägt die Union doch zu mehr Frieden, Stabilität und Wohlstand in Europa bei. Es stellt sich jedoch die Frage, ob eine wachsende Union auf Dauer auch finanzierbar bleibt.
07.06.2005
Emerging Markets: Stehen die Notenbanken hinter dem Höhenflug des Euro?
Fast drei Viertel der weltweiten Devisenreserven befinden sich in den Händen der Notenbanken aus Emerging Markets- und Entwicklungsländern. Die Dresdner Bank- Volkswirte gehen deshalb der Frage nach, ob diese Zentralbanken zu einem bestimmenden Faktor auf dem internationalen Devisenmarkt geworden sind und z.B. den Wechselkurs des Euro gegenüber dem US-Dollar in die Höhe treiben.
11.04.2005
Ende der Devisenbeschränkungen in Südafrika - alles gut?
Südafrika steht unter einem guten Stern. Die Wirtschaft befindet sich im Aufschwung, die Währung ist auf einem Fünfjahreshoch, das Vertrauen der Investoren nimmt zu und das Land steht kurz vor dem Ende der Devisenkontrollen, die noch ein Relikt aus der Zeit der Apartheid darstellen.
03.01.2005
Die Türkei vor der EU-Entscheidung
Bei allen Erfolgen der letzten zwei Jahre bleibt die Türkei weiterhin für Schocks anfällig. Destabilisierende Faktoren sind das schwache Nachfragemanagement, die niedrige Sparquote, der Fehlbetrag in der Leistungsbilanz und das trotz aller Erfolge noch hohe Budgetdefizit.
15.12.2004
Türkei: Beitrittsverhandlungen erhöhen Reformdruck auf EU
Bei der Debatte über einen EU-Beitritt der Türkei stehen meist außenpolitische Überlegungen im Vordergrund, dabei sind die ökonomischen Folgen für die EU ebenfalls gravierend: Unter der Annahme ähnlicher Beitrittsbedingungen für die Türkei wie für die osteuropäischen Länder würden die Kosten eines türkischen Beitritts diejenigen der aktuellen Erweiterungsrunde noch übersteigen.
19.05.2004
Brazil is back!
Brasilien ist auf dem Weg in eine bessere wirtschaftliche Zukunft. Das Land hat die leichte Rezession 2003 überwunden und dürfte in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von 3,5% verbuchen. Aufgrund des sehr dynamischen Exports haben sich die Leistungsbilanz und Devisenlage des Landes deutlich verbessert.
06.05.2004
Russland: Der Aufschwung und seine Väter
Hinter dem kräftigen Wirtschaftswachstum der vergangenen Jahre stand vor allem die herausragende Bedeutung des Öl- und Gassektors für die russische Wirtschaft. Mittlerweile beginnt sich aber auch die Wachstumsbasis insgesamt zu verbreitern. Russland wird auf Jahre hinaus eines der am stärksten wachsenden Länder Europas sein.
02.03.2004
Iran: Zunehmende Integration in die Weltwirtschaft
Iran gehört seit einigen Jahren zu den am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften im Nahen und Mittleren Osten. Reichlich sprudelnde Öl- und Gasexporterlöse werden Importe und Investitionstätigkeit weiterhin stimulieren und damit die dringend notwendige Modernisierung des Kapitalstocks erlauben. Für dieses und die nächsten vier Jahre erwarten wir ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum von 5 % p.a. Iran bleibt damit ein attraktiver Handelspartner für deutsche Unternehmen.
28.01.2004
Kontakt
Dr. Lorenz Weimann
Allianz SE
49.69.2 63 - 1 87 37