Economic Research & Corporate Development
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Fast drei Viertel der weltweiten Devisenreserven befinden sich in den Händen der Notenbanken aus Emerging Markets- und Entwicklungsländern. Die Dresdner Bank- Volkswirte gehen deshalb der Frage nach, ob diese Zentralbanken zu einem bestimmenden Faktor auf dem internationalen Devisenmarkt geworden sind und z.B. den Wechselkurs des Euro gegenüber dem US-Dollar in die Höhe treiben.

11.04.2005
Devisenreserven der Emerging Markets auf Rekordstand.
Richtig ist, dass bei den stark gestiegenen Reservebeständen der "reine" Investitionscharakter der Anlage zunehmend an Bedeutung gewinnt und der Bezug zu der im Außenhandel vorherrschenden Währungsstruktur abnimmt. Dies spricht für einen höheren Euro-Anteil an den Reservebeständen. Ob dies den Wechselkurs des Euro gegenüber dem US-Dollar maßgeblich bestimmt, ist aber zu bezweifeln. Zum einen neigen Zentralbanken nun einmal nicht zu raschen und abrupten Investitionsentscheidungen, zum anderen setzen private Kapitaldisponenten zusammengenommen nach wie vor mehr Kapital über die Währungsräume hinweg in Bewegung. Immerhin sind die von den Privaten nur bei internationalen Banken gehaltenen Anlagen derzeit mit über 4.400 Mrd. USD doppelt so hoch wie die gesamten von den Notenbanken der Entwicklungs- und Schwellenländer gehaltenen Devisenreserven.

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Kontakt
Michael Machauer
Dresdner Bank AG
+49.69.263.7079