Economic Research & Corporate Development
click to remove!
Seite weiterempfehlenSchrift vergrössernSchrift verkleinernSeite drucken
Bei allen Erfolgen der letzten zwei Jahre bleibt die Türkei weiterhin für Schocks anfällig. Destabilisierende Faktoren sind das schwache Nachfragemanagement, die niedrige Sparquote, der Fehlbetrag in der Leistungsbilanz und das trotz aller Erfolge noch hohe Budgetdefizit.

15.12.2004
Nach der gestrigen Unterzeichnung eines neuen dreijährigen Beistandsabkommens mit dem IWF in Höhe von 10 Mrd. USD, rechnen wir für Freitag ebenfalls mit einer positiven Entscheidung des Europäischen Rates zur Aufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei. Dies gibt der türkischen Wirtschaft noch einmal einen Vertrauensvorschuss an den internationalen Kapitalmärkten.
Sollte sich die konjunkturelle Beruhigung fortsetzen, besteht Hoffnung, dass das zur Zeit sehr hohe Leistungsbilanzdefizit im kommenden Jahr wieder leicht zurückgeht. Denn mittelfristig sind die gegenwärtigen Fehlbeträge in Budget und Leistungsbilanz für die Türkei nicht tragbar. Das gewachsene Investorenvertrauen lässt zwar zunächst noch Kapital in ausreichender Menge in die Türkei fließen, um das Leistungsbilanzdefizit zu finanzieren. Wenn jedoch die Befürchtungen wegen der Budget- und Leistungsbilanzfehlbeträge und damit die Gefahr von plötzlichen Kapitalabflüssen wieder zunehmen, stünde die Türkei vor erheblichen Problemen. Starke Kapitalabflüsse könnten die Türkei trotz EU-Perspektive abermals an den Rand einer Krise bringen.

Download

Download PDF (65 kb)
Seite weiterempfehlenSchrift vergrössernSchrift verkleinernSeite drucken
Kontakt
Michael Machauer
Dresdner Bank AG
+49.69.263.7079