Economic Research & Corporate Development
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Nicht nur für Deutschland, sondern auch für Frankreich und Italien liegen ausgeglichene Staatshaushalte in weiter Ferne. Alle drei großen Volkswirtschaften des Euro-Raums dürften mit ihren Budgetdefiziten im kommenden Jahr die 3 %-Hürde reißen. So wird im Hinblick auf die Entwicklung des öffentlichen Schuldenstands auf absehbare Zeit ein Kraftakt vonnöten sein. Demgegenüber bleibt Spanien in puncto Haushaltskonsolidierung auf dem Pfad der Tugend.

19.10.2004
In einem aktuellen Working Paper beleuchten die Volkswirte von Allianz Group und Dresdner Bank die von der französischen, italienischen und spanischen Regierung vorgelegten Budgetentwürfe 2005. In Frankreich wird die öffentliche Defizitquote im nächsten Jahr nach Einschätzung der Volkswirte dank des robusten Konjunkturverlaufs sowie eines Einmaleffekts zwar näher an die 3 %-Marke herankommen, sie aber - anders als von der Regierung avisiert - mit 3,2 % noch leicht überschreiten.
In Italien dürfte das neue, generelle Ausgabenlimit höhere Sparerfolge bringen als die bisher üblichen Kürzungsversuche in einzelnen Ministerien. Dennoch ist insgesamt ein Anstieg des öffentlichen Defizits auf etwa 3 1/4 % des BIP zu erwarten. Spanien bleibt mit einem geschätzten Fehlbetrag von nur 0,3 % des BIP auf dem Pfad der Tugend. Ein bisschen Vorsorge für schlechtere konjunkturelle Zeiten wäre aber wünschenswert, meinen die Volkswirte mit Blick auf die geplante lebhafte Ausgabenentwicklung.

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Kontakt
Michael Machauer
Dresdner Bank AG
+49.69.263.7079