Deutsche Wohnimmobilien: Preissteigerungen stehen bevor
In puncto Wohnimmobilien hat Deutschland in den letzten Jahren eine Sonderstellung eingenommen. Während im Ausland die Preise in die Höhe schossen, herrschte hierzulande Stagnation. Im vorliegenden Beitrag analysieren wir die Gründe für diese Entwicklung, die stark mit den im Zuge der deutschen Wiedervereinigung sowohl im Immobilienbestand als auch in der Bauwirtschaft aufgebauten Überkapazitäten zusammenhängen. Der Blick auf die nationalen Preisaggregate lässt auch zu leicht übersehen, dass Deutschland seit der Wiedervereinigung eigentlich zwei grundverschiedene Immobilienmärkte aufweist - einen westdeutschen mit leicht steigenden und einen ostdeutschen mit stark fallenden Preisen. Die Differenzen zwischen beiden ergeben sich insbesondere aus der spezifischen „Lageprämie“ des jeweiligen Immobilienmarktes. Im speziellen Falle Ostdeutschlands belasten insbesondere hohe Leerstandsquoten und eine ungünstige demographische Entwicklung. Die Zeit der Stagnation könnte allerdings ihrem Ende zugehen: wir gehen davon aus, dass die Preise steigen.
12.06.2006