Economic Research & Corporate Development
Konjunkturelle Zuversicht angebracht, mittelfristig aber viele Fragezeichen
Die Zeichen für eine kräftige Konjunkturerholung verstärken sich. Die Weltwirtschaft löst sich aus der Schockstarre, in die sie seit dem vergangenen Herbst geraten war. Dies ist jedoch kein Grund sich beruhigt zurückzulehnen. Auch wenn im zweiten Halbjahr die Produktion kräftig anzieht und die Unterauslastung der Kapazitäten zurückgeht (was zu erwarten ist), sind die negativen Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf das zukünftige Wachstum nicht ausgeräumt.
28.07.2009
Zinsen - eine fundamentale Erklärung und Prognose
Die Tiefstände, die die Renditen von amerikanischen und europäischen Staatsanleihen Ende 2008/Anfang 2009 verzeichneten, sind Vergangenheit auch wenn sich die Rentenmärkte zuletzt etwas erholt haben. 10jährige US-Staatsanleihen rentieren derzeit um über 100 Basispunkte, deutsche um 40 Basispunkte höher als Ende 2008. Im Einklang mit der realen Ökonomie steht das auf den ersten Blick nicht. Immerhin erlitten die meisten größeren Industrieländer im ersten Quartal 2009 den stärksten Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Produktion seit dem Zweiten Weltkrieg und es ist im zweiten Quartal 2009 trotz zunehmender konjunktureller Lichtblicke von einem Aufholen der eingetretenen Produktionsverluste allenfalls in Ansätzen auszugehen. Weshalb also dieser markante Renditeanstieg? Mehrere Thesen dazu sind in der Diskussion.
03.07.2009
Asien und die Krise: Herausforderungen und Chancen
Asien wurde von der Finanz- und Wirtschaftskrise besonders hart getroffen, da hier boomende Exporte in den vergangenen Jahren die Wirtschaftentwicklung maßgeblich bestimmt haben. Zwischen 2004 und 2008 wuchs das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Region um durchschnittlich 8% pro Jahr, was Asien zur mit Abstand dynamischsten Region der Welt gemacht hat. Die hohe Exportabhängigkeit führte in der Finanz- und Wirtschaftskrise zu einem Konjunktureinbruch wie zuletzt in der Asienkrise 1997/1998. Für 2009 prognostizieren die Ökonomen der Allianz ein für die Region sehr geringes Wirtschaftswachstum von 2,7%.
03.06.2009
Bruttoinlandsprodukt überzeichnet Rezession – Preisbereinigung vernachlässigt “Terms of Trade”-Gewinne –
Das reale deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist wie noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik eingebrochen. Nicht im völligem Einklang damit steht die Stimmung in der deutschen Wirtschaft. Woran liegt es, dass sie nicht so schlecht ist, wie es der Einbruch des Bruttoinlandsprodukts suggeriert?
26.05.2009
Ostasien: Wegbereiter der nächsten Wirtschaftsdekade
Die drei größten Volkswirtschaften in Ostasien - China, Japan und Korea - weisen eine deutlich stärkere Verflechtung auf und sind weitaus besser für den nächsten Konjunkturaufschwung gerüstet, als man in Europa gemeinhin wahrnimmt.
27.04.2009
Wiederherstellung stabiler Finanzmärkte
Die Finanzkrise läutet den Beginn einer neuen Ära für die Finanzmärkte ein. Umwälzende Veränderungen kündigen sich an. Dadurch bietet sich die Gelegenheit zum Neuaufbau eines stabilen Systems, dessen Grundlage eine solide Kapitalbasisbildet: Ein System, in dem die Bilanzrisiken der Finanzinstitute ihren Möglichkeiten zur Risikotragfähigkeit entsprechen; in dem Unternehmensstrategien auf langfristige Rentabilität anstelle von kurzfristigen Finanzierungsmöglichkeiten und Spekulationen ausgerichtet sind und in dem Anleger und Kreditnehmer auf nachhaltige Stabilität vertrauen können und in ihrem besten Interesse beraten werden. Um dies zu erreichen, bedarf es neuer Geschäftsmodelle, einer besseren Regulierung und einer effektiveren internationalen Aufsicht auf Basis einer umfassenden Risikobewertung, die mikro- und makroprudentielle Ansätze miteinander vereint.
02.04.2009
Konjunkturprognose 2009/10: Ende der konjunkturellen Talfahrt ab der Jahresmitte 2009
Nach dem Sturzflug seit Herbst 2008 hat Deutschland konjunkturell bald das Schlimmste überstanden. Trotz der nach wie vor bestehenden großen Unsicherheiten halten die Ökonomen der Allianz eine konjunkturelle Erholung ab der Jahresmitte für den wahrscheinlichsten Fall. Die positiven Impulse aus den Konjunkturprogrammen, die niedrigen Zinsen und die massiv gesunkenen Rohstoffpreise beginnen zu wirken.
31.03.2009
Europäischer Wachstums- und Beschäftigungsmonitor 2009
Die Rezession bremst die EU in diesem Jahr bei ihrem Ziel, der führende, wissensbasierte Wirtschaftsraum der Welt zu werden. Der jährliche Europäische Wachstums- und Beschäftigungsmonitor zeigt, dass alle Länder Europas von dem globalen Abschwung stark erfasst werden. Gegen Ende 2008 liegen nur noch sechs der 14 größten EU-Mitgliedstaaten auf der Zielgeraden des „Lissabon-Monitors“. Deutschland verliert überdurchschnittlich und fällt in der Tabelle auf Platz neun zurück.
12.03.2009
Was können wir aus früheren Rezessionen lernen?
Stehen wir vor einer Weltwirtschaftskrise wie in den dreißiger Jahren oder vor einer scharfen aber nicht allzu langen Rezession? Die Volkswirte von Allianz und Dresdner Bank haben für Deutschland die Rezessionen seit Anfang der siebziger Jahre miteinander verglichen und den Versuch unternommen daraus Folgerungen für den jetzigen Abschwung abzuleiten.
10.12.2008
Familienunternehmen – Hoffnungsträger einer soliden Wirtschaftsentwicklung
Die deutschen Familienunternehmen erwirtschaften mehr als die Hälfe des hiesigen Bruttoinlandsprodukts und beschäftigen 70 % aller sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer. Viele dieser Unternehmen sind Gewinner des Globalisierungsprozesses und haben sich zu unerkannten Weltmarktführern („Hidden Champions“) gemausert. Begünstigt werden Familienunternehmen dabei durch den Trend zur Mass Customization. Offenkundig verfügen sie auch über die Möglichkeit, Strukturen hervorzubringen, die gerade im Hinblick auf das rasante Tempo, mit dem sich das heutige wirtschaftliche Umfeld verändert, besondere Vorteile bieten. Äußerst krisenanfällig sind Familienunternehmen bei der Übergabe an die nächste Generation.
05.12.2008
Weltwirtschaft auf dem Weg zu ausgewogenerem Wachstum
Das stürmische Wachstum der Weltwirtschaft in den letzten Jahren hat auch seine Schattenseiten. Die ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit des Wachstums war bisher vielfach nicht gegeben. Auch die wirtschaftlichen Ungleichgewichte, die im Zuge der kräftigen wirtschaftlichen Dynamik entstanden sind, stellen ein Problem dar. Gegenwärtig werden die Karten jedoch neu gemischt. Aus heutiger Sicht dürfte eine Reihe von Faktoren die globale wirtschaftliche Dynamik in der nächsten Dekade belasten. Es gibt dennoch keinen Grund mit Skepsis in die Zukunft zu sehen.
07.10.2008
Erwerbsbiographie- und kohortenspezifische Versorgungsniveaus und Versorgungslücken in Deutschland
Das Versorgungsniveau der deutschen Rentner wird durch das üblicherweise als Kennzahl verwendete Standardrentenniveau nur unzureichend beschrieben. Unsere Berechnungen zeigen, dass das Versorgungsniveau bei unterstellten realistischen Erwerbsbiographien geringer ausfällt als das Standardrentenniveau. Die Wichtigkeit von zusätzlicher kapitalgedeckter Altersvorsorge zeigt sich für Geringverdiener und Teilzeitbeschäftigte genauso wie für Facharbeiter und Akademiker. Für die einen dient die zusätzliche Vorsorge zur Vermeidung von Altersarmut, für die anderen zur Sicherung des Lebensstandards im Alter. Die durch die Rentenreformen seit 2001 verursachten Versorgungslücken, können durch frühzeitiges Riester-Sparen für alle betrachteten typisierten Erwerbsbiographien und für fast alle Geburtsjahrgänge geschlossen werden. Zur Lebensstandardsicherung sind allerdings über die Riester-Rente hinaus noch weitere Altersvorsorgeanstrengungen nötig.
02.10.2008
Konjunkturprognose 2009: Deutschland: Stagnation nach konjunktureller Vollbremsung
Die deutsche Wirtschaft steuert nach Ansicht der Volkswirte von Allianz und Dresdner Bank auf eine Stagnation im zweiten Halbjahr 2008 zu. Schon im zweiten Quartal war der Konjunkturmotor ins Stocken geraten. Zum Herbst haben sich die Stimmungsindikatoren insbesondere wegen der Finanzmarktkrise weiter eingetrübt, auch die „harten Daten“ geben kaum einen Grund zum Optimismus.
30.09.2008
Kontakt
Dr. Lorenz Weimann
Allianz SE
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