Economic Research & Corporate Development
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Kapitalmarktprognosen gehören heutzutage zum Standardprogramm jedes größeren Finanzunternehmens. Dabei werden mittelfristige Entwicklungen stärker als kurzfristige Schwankungen von makro-ökonomischen Größen beeinflusst. Es liegt daher nahe, Kapitalmarkttrends mit Hilfe eines ökonometrischen Modellansatzes zu analysieren.

21.02.2006
Das Allianz-Dresdner-Renditemodell besteht aus zwei ökonometrisch geschätzten Strukturgleichungen für die 10jährige Benchmarkrendite des Euro-Raums und der USA. Bei der Berechnung hat sich gezeigt, dass die Renditeentwicklung in den zwei größten Wirtschaftsräumen weitgehend durch die gleichen makroökonomischen und finanziellen Variablen des jeweiligen Wirtschaftsraums erklärt werden kann. Als signifikante Einflussgrößen wurden ermittelt: langfristiger Inflations- und Konjunkturtrend des jeweiligen Wirtschaftsraums, geldpolitische Erwartungen im jeweiligen Wirtschaftsraum, internationaler Renditezusammenhang, Alternativanlage (Aktienmarkt) sowie Liquiditätsgrößen (Geldüberschuss, Bretton Woods II).
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Unsere Berechnung kommt zum Ergebnis, dass auf absehbare Zeit nicht mit nachhaltig höheren Renditen gerechnet werden muss. In beiden Wirtschaftsräumen ergibt sich bis Ende 2007 im Trend eine Seitwärtsbewegung am Rentenmarkt. Die US-Rendite sollte dabei zwischen 4 und 5 % schwanken. Lediglich im ersten Halbjahr 2006 könnte das durchschnittliche Renditeniveau um rund 25 Basispunkte höher liegen. Da die aktuelle Rendite derzeit am unteren Ende des Prognoseintervalls liegt, ist in den nächsten Monaten ein vorrübergehender Anstieg der 10jährigen Benchmarkrendite wahrscheinlich.
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Im Euro-Raum liegt die durchschnittliche Rendite im Prognosezeitraum um rund 100 Basispunkte niedriger und schwankt zwischen 3 und 4 %. Ein im Vergleich zur USA geringerer Inflationstrend und niedrigere Kurzfristzinsen tragen hierzu bei.
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Dr. Harald Jörg
Tel.: +49.69.2 63 – 1 99 13
E-Mail: harald.joerg@dresdner-bank.com

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Dresdner Bank AG
+49.69.263.7079