Economic Research & Corporate Development
Ukraine: Comeback der Kornkammer?
2007 entwickelte sich die Ukraine sehr dynamisch. Das reale Wirtschaftswachstum betrug knapp 8%, die realen Einkommen expandieren seit vier Jahren kräftig und noch nie flossen so viele ausländische Direktinvestitionen in das Land wie im vergangenen Jahr. Neben dem steigenden Stahlpreis – die Stahlindustrie ist die Säule der ukrainischen Wirtschaft - war vor allem die inländische Nachfrage maßgeblicher Wachstumsfaktor. Die wirtschaftliche Entwicklung trotzt den derzeitigen politischenTurbulenzen im Land. Die Regierungskoalition befindet sich bereits neun Monate nach der Wahl wieder in stürmischen Zeiten und der Reformprozess ist ins Stocken geraten.
18.08.2008
Serbien: Auf dem Sprung
Die Bemühungen um die Wiedereingliederung in die internationale Staatengemeinschaft, die Reorganisation wirtschaftlicher Strukturen und die recht rasche Umsetzung von Reformennach dem politischen Machtwechsel im Jahr 2000 waren von Erfolg gekrönt. Hohes Wirtschaftswachstum, getragen von der kräftig expandierenden Binnenkonjunktur und die zunehmende makroökonomische Stabilisierung belohnen Serbien für die politische und wirtschaftliche Neuausrichtung. Gleichwohl hat der Bürgerkrieg starke Verwerfungen hinterlassen, aus deren Schatten sich das Land nur allmählich lösen kann. Vor allem beim Wohlstandsniveau und bei der Außenhandelsorientierung liegt Serbien noch deutlich hinter den Staaten zurück, die 2004 der EU beigetreten sind.
21.07.2008
Russland: Was kommt nach dem Ölboom ?
Russlands Rekordwachstumsraten nur auf den hohen Ölpreis zurückzuführen, wäre zu kurz gegriffen. Der private Dienstleistungssektor und vor allem die Bauindustrie boomen und die Regierung treibt die Diversifizierung der Wirtschaft durch Investitionen in Infrastruktur, Bildung, Forschung und Entwicklung voran. So soll der Konjunkturaufschwung auch niedrigeren Rohstoffpreisen standhalten. Auch die Befürchtungen, dass durch politische Unsicherheiten ausländische Investoren das Land meiden könnten, bestätigten sich keinesfalls – im Gegenteil: Im letzten Jahr erhielt Russland gemessen an der Wirtschaftsgröße deutlich mehr Direktinvestitionen als Indien, China und Brasilien.
26.06.2008
Die demographische Entwicklung in Mittel- und Osteuropa
Die Bevölkerung in den MOE-Staaten insgesamt, besonders aber das Erwerbspersonenpotenzial, wird bis 2050 deutlich zurückgehen. Erwerbsfähige müssen in den nächsten Jahrzehnten einen rasant steigenden Anteil von Rentnern unterstützen. Dies wird etwas dadurch abgemildert, das in den MOE-Ländern die alten, umlagefinanzierten Rentensysteme bereits durch moderne Mehr-Säulen-Rentensysteme abgelöst worden sind. Neben den Rentenausgaben lassen alternde Gesellschaften auch die Kosten für Pflege und Gesundheit ansteigen. Allerdings verfügen die MOE-Länder auch über ein hohes Wachstumspotenzial und in den nächsten 25 Jahren dürfte dieses die negativen Effekte des demographischen Wandels überkompensieren. Ab 2030 wird sich dann ein signifikanter Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials negativ auf das Wachstumspotenzial auswirken.
01.08.2007
Russland: Mehr als Öl und Gas
Russlands Wirtschaftsaufschwung gewinnt an Fahrt und hat sich deutlich verbreitert. Dies kommt zu einer Zeit, in der man wieder verstärkt die Gefahr von Selbstisolation und staatlichem Dirigismus in der russischen Wirtschaftspolitik sieht. Gerade im Hinblick auf die sich gegenwärtig vollziehende rasche Wirtschaftsintegration Russlands in die Weltwirtschaft, wie sie im Außenhandel und Kapitalverkehr zum Ausdruck kommt, sind solche Ängste übertrieben und ist der Weg Russlands in die Marktwirtschaft irreversibel.
19.07.2007
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