Economic Research & Corporate Development
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Russlands Wirtschaftsaufschwung gewinnt an Fahrt und hat sich deutlich verbreitert. Dies kommt zu einer Zeit, in der man wieder verstärkt die Gefahr von Selbstisolation und staatlichem Dirigismus in der russischen Wirtschaftspolitik sieht. Gerade im Hinblick auf die sich gegenwärtig vollziehende rasche Wirtschaftsintegration Russlands in die Weltwirtschaft, wie sie im Außenhandel und Kapitalverkehr zum Ausdruck kommt, sind solche Ängste übertrieben und ist der Weg Russlands in die Marktwirtschaft irreversibel.

19.07.2007
Einer Studie von Allianz Dresdner Economic Research zufolge expandiert die Privatwirtschaft kräftig und die inländische Finanzintermediation zeigt erstmals seit der Krise 1998 deutliche Erholungstendenzen. Dies nährt die Hoffnung, dass Russland seine immensen Einnahmen aus dem Öl- und Gasexport zunehmend nutzt, um den physisch in Mitleidenschaft gezogenen Kapitalstock zu modernisieren und zu erweitern. Stark stei-gende Investitionen sowie Importe deuten in die gleiche Richtung.
Russlands Boom wird sich nach Aussagen der Allianz-Dresdner Volkswirte auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Dafür spricht, dass der Aufschwung, der sich bisher auf nur wenige Städte konzentrierte, zunehmend weitere Teile das Landes erfassen wird. Hinzu kommen weitere Produktivitätszunahmen in den Wirtschaftszentren, die auch modernere Produktionsanlagen im verarbeitenden Gewerbe widerspiegeln. Alles in allem rechnen die Volkswirte mittelfristig mit einem jahresdurchschnittlichen Wirtschaftswachstum von 5,5-6%.

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Michael K. Machauer
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