Südosteuropa: Vom Umbruch zum Boom
Seit einigen Jahren geht es in Südosteuropa steil aufwärts. Dank der politischen Stabilisierung und der zunehmenden wirtschaftlichen Integration mit Europa hat die Region im Wachstum Anschluss an die osteuropäischen EU-Mitglieder gewonnen.
Zwar ist die Wirtschaftskraft insgesamt vergleichsweise gering und das Pro-Kopf-Einkommen weist dazu ein immenses Gefälle innerhalb der Ländergruppe auf. Dennoch entwickelt sich die so heterogene Region zu einem interessanten Produktionsstandort und dynamischen Absatzmarkt. So gehen die Volkswirte des Allianz Dresdner Economic Research davon aus, dass sich der Wohlstand in den Balkanländern in der nächsten Dekade fast verdoppelt und damit die Importe der Region um rund 20 % jährlich ansteigen wird.
Die Gründe für die gute Entwicklung sind vielfältig: Nachdem die Region ihre schwierige Ausgangssituation überwinden konnte, verzeichnet nun die auf einen EU-Beitritt ausgerichtete Wirtschaftspolitik klare Erfolge. Die Inflationsraten sind einstellig, die Staatsfinanzen in Ordnung. Beim Zufluss an ausländischen Direktinvestitionen in Relation zur Wirtschaftskraft hat sich Südosteuropa inzwischen an den zentral- und osteuropäischen Ländern der ersten EU-Beitrittsrunde vorbeigeschoben und integriert sich somit immer mehr mit Europa. Dank einer konsequenten Öffnung der Bankenmärkte in den meisten Ländern kommt auch die inlänidsche Finanzintermediation voran, was die Abhängigkeit von Auslandskrediten verringert. Finanzhilfen aus der EU, die insbesondere in den Aufbau stabiler Institutionen fließen, vervollständigen das Bild. Auch wenn der EU-Beitritt in vielen Ländern noch auf sich warten lassen wird, ist die Region alles in allem auf gutem Weg in eine wirtschaftlich bessere Zukunft.
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