Economic Research & Corporate Development

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NZZ am Sonntag: „Trendwende gegen Jahresende“
Die stark gestiegenen Preise für Energie und Lebensmittel haben Kaufkraft entzogen, deshalb konnte der Konsum in Deutschland dieses Jahr nicht anspringen. Auch die Schweizer wirtschaft muss mit geringeren Wachstumsraten rechnen. Aufgrund der gefallenen Rohstoffpreise sollten wir im EU-Raum jedoch schon gegen Jahresende eine Verbesserung der konjunkturellen Lage sehen können. An den Aktienmärkten hat die Kurskorrektur mittelfristig Chancen eröffnet.
17.08.2008
Börsen Zeitung: „Wieso die deutsche Wirtschaft nicht geschrumpft ist“
Der BIP-Rückgang um 0,5 % im 2. Quartal gegenüber dem Vorquartal lässt Rezessionsängste aufkommen. Ein genauer Blick zeigt aber folgendes: Arbeitstäglich bereinigt lag das Bruttoinlandsprodukt im 2. Quartal 2008 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 1,7 % höher. Im diesjährigen 2. Quartal spielten aber Brückentage und auch der Beginn der Sommerferien in mehreren Bundesländern – anders als 2007 - eine Rolle. Das arbeitstäglich bereinigte BIP ist damit im 2. Quartal wahrscheinlich unterschätzt. Gegenüber dem 1. Quartal 2008 dürfte die Wirtschaft nicht geschrumpft sein, sondern eher stagniert haben oder gar leicht gewachsen sein.
16.08.2008
Finanz und Wirtschaft: „Eine vorübergehende Schwäche“
Die derzeitige Wirtschaftslage stellt eine vorübergehende Schwäche dar, die vermutlich bis zum Ende dieses Jahres reicht. Dabei wird Deutschland beim Wachstum etwas besser abschneiden als andere europäische Staaten. Bei der Inflation rechnen wir mit einer Entspannung, die den privaten Konsum entlasten wird. In diesem Umfeld wird die EZB die Zinsen nicht erhöhen, dagegen rechnen wir mit einer Zinserhöhung der US-Notenbank bereits in diesem Halbjahr. An den Aktienmärkten bestehen gegenwärtig interessante Investitionsmöglichkeiten: die Ölpreiskorrektur wird nachhaltig sein, zudem entwickeln sich die Lohnkosten nicht dramatisch. An den Anleihemärkten zeichnen sich Bankanleihen durch attraktive Aufschläge aus.
16.08.2008
Frankfurter Rundschau: „Steuersenkung für Niedriglöhner“
Die bis vor kurzem noch kräftig gestiegenen Preise für Öl und Nahrungsmittel, die ein Anspringen des privaten Konsums verhinderten, waren der Hauptgrund für das schwache zweite Quartal. Für Deutschland erwarten wir jetzt eine Wachstumspause, aber keine Rezession. Dennoch sollten in der jetzigen Phase keine Konjunkturprogramme aufgelegt werden; hilfreich wäre vielmehr eine steuerliche Entlastung der unteren und mittleren Einkommen. Diese Steuersenkungen sollten durch eine langsamere Haushaltskonsolidierung finanziert werden, zusätzliche Ausgaben aus den Steuermehreinnahmen in den Jahren 2007 und 2008 gehörten überdies auf den Prüfstand.
15.08.2008
Berliner Zeitung: „Mächtig ins Stocken geraten“
Der kräftige Aufschwung der vergangenen Jahre ist ins Stocken geraten. Dennoch erwarten wir keine Rezession – dies wäre nur bei einem Ölpreis der Fall, der länger auf dem Niveau von 150 Dollar pro Fass läge - , sondern eher eine Stagnation im zweiten Halbjahr. Allerdings haben wir die Chance 2009 wieder Fahrt aufzunehmen, sollte der Ölpreis weiter wie zuletzt nachgeben. Auch die Binnenkonjunktur wird anspringen, falls sich die Lage an den Rohstoffmärken weiter beruhigt und die Inflation sinkt. Darüber hinaus würde auch eine Steuerentlastung für niedrige und mittlere Einkommen den Privaten Verbrauchs ankurbeln. Der Arbeitsmarkt hat sich bisher erstaunlich robust gehalten, allerdings ist der große Job-Aufschwung vorbei.
05.08.2008
Wiesbadener Kurier: „Preise werden nicht unablässig steigen“
Das Ende der Finanzmarktkrise wird wohl noch einige Zeit auf sich warten lassen. Von der Krise sind neben Besitzern von US-Immobilien auch Aktionäre der betroffenen Banken besonders betroffen. Auch die deutsche Wirtschaft kommt nicht ungeschoren davon, ist aber vergleichsweise gut aufgestellt. Unter den seit Monaten anziehenden Preisen leiden vor allem die „kleinen Leute“; die Inflation sollte jedoch spätestens im kommenden Jahr zurückgehen. Wenngleich es zur Globalisierung keine Alternative gibt, müssen manche Marktregulierungen nach der Subprimekrise überdacht werden.
19.07.2008
Financial Times Deutschland: „Katalysator Krise“
Die Finanzmarktkrise dürfte das Schlüsselereignis gewesen sein, das die längst überfällige Konsolidierung des deutschen Bankenmarktes auslöst. Vieles spricht dafür dass der deutsche Bankenmarkt gestärkt aus der Krise hervorgeht. Sowohl auf der Anlagen- als auch auf der Finanzierungsseite gibt es Wachstumspotenzial. Dabei könnte die Bedienung des Mittelstands mit verschiedenen Formen von Kapital eine Gewinnformel für Banken in Deutschland werden. Infolge der Finanzkrise gewinnt das Thema Sicherheit“ an Bedeutung; dies begünstigt risikoorientierte und konservative Geschäftsmodelle. Für die deutschen Banken mit einem großen Bestand an werthaltigen Forderungen ist so ein Umfeld besser als das der vergangenen Jahre, als sich Produktinnovationen überschlugen.
03.07.2008
Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Schwache Konjunktur, volatile Finanzmärkte“
Der ungebremste Preisanstieg von Rohstoffen, zuletzt auch wieder von Agrarrohstoffen ist zum Risiko Nummer eins für die Weltwirtschaft geworden. Kurzfristig kann dagegen wenig unternommen werden. Die hohen Preise spiegeln auch Knappheiten wider und setzen Anreize zum sparsameren Umgang. Dies und die Abschwächung der Weltkonjunktur werden die Nachfrage und die Preise nach Rohstoffen wieder dämpfen. Bei alldem dürfen die Notenbanken nicht ihre Stabilisierungsbemühungen vernachlässigen, auch wenn die Konjunktur darunter weiter leidet. Uns stehen konjunkturell eher schwache und an den Finanzmärkten hochvolatile Zeiten bevor.
30.06.2008
Börsen Zeitung: „Länderreport Ecuador“
Trotz seines Rohstoffreichtums ist Ecuador eines der ärmeren Länder Lateinamerikas. Die Wirtschaft ist durch die Erdölförderung und die Landwirtschaft geprägt. Im Moment sind die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für solche Länder so gut wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Die hohen Rohstoff- und Nahrungsmittelpreise sollten Ecuador endlich etwas nach vorne bringen. Doch das Gegenteil geschieht: Das Land rutscht im internationalen Vergleich immer weiter ab. Die politische Unsicherheit zeigt tiefe Spuren in der Wirtschaft. So ist 2007 die Wirtschaft real nur um geschätzt 2,7 % gewachsen. Dies ist eine der niedrigsten Wachstumsraten in der Region und für Ecuador selbst die niedrigste der letzten Jahre.
28.06.2008
Börse Online: „Die Abkühlung der Weltkonjunktur dürfte dem Höhenflug des Ölpreises Grenzen setzen“
Die weltweite Finanzkrise gilt inzwischen trotz der Gefahr weiterer Rückschläge als beherrschbar. Die Stimmung an den Aktienmärkten hat sich aufgehellt, die deutsche Wirtschaft ist unerwartet gut ins neue Jahr gestartet. Zum Aufwärtstrend leistet inzwischen auch die Inlandsnachfrage erfreulicherweise einen Beitrag. Dazu trägt vor allem der deutsche Arbeitsmarkt bei. Auch die Unternehmensgewinne werden in Deutschland in diesem Jahr – trotz aller Belastungen – weiter zunehmen. Dies ist ein Erfolg. Die grundlegenden Bedingungen sind also gar nicht schlecht, wäre da nicht der dauerhaft hohe Ölpreis. Aber auch hier besteht die gut begründete Hoffnung, dass die Abkühlung der Weltkonjunktur dem Höhenflug des Ölpreises Grenzen setzt. Auch die Aktienkurse werden bis zum Jahresende bei dem zu erwartenden allmählichen Abebben der Finanzmarktkrise unter Schwankungen anziehen.
29.05.2008
Sächsische Zeitung: „Die Aussicht auf Gewinne trübt die Sicht für Risiken“
Die Weltfinanzmärkte sind für unser aller Wohlstand sehr wichtig - trotz einiger Fehlentwicklungen in jüngster Zeit. Die daraus resultierende Finanzkrise hat zu einer Rückkehr zur Normalität geführt, so sind beispielsweise die Kreditvergabestandards jetzt wieder strenger. Von einer Kreditklemme kann jedoch keine Rede sein, allerdings werden die Kredite – insbesondere für Unternehmen mit geringerer Bonität - teurer werden. Die Schaffung einer globalen Finanzaufsichtsbehörde zur Lösung der globalen Finanzkrise ist unrealistisch. Dem deutschen Aufschwung hat die weltweite Finanzkrise bisher nicht geschadet. Das starke erste Quartal – der Schlüssel hierfür liegt im Arbeitsmarkt – dürfte zu einem diesjährigen Wachstum von 2,4 % mit beitragen.
20.05.2008
Börsen-Zeitung: „Länderreport Georgien “
Georgien war in den letzten Wochen vor allem aufgrund der angespannten Beziehungen zu seinem großen Nachbarn Russland in den Schlagzeilen. Doch neben den politischen Unruhen gibt es eine wirtschaftliche Erfolgsstory. Zahlreiche Reformen verbesserten das Investitionsklima und wecken das Interesse von ausländischen Investoren. Dies führte in den letzten drei Jahren zu einem durchschnittlichen jährlichen Wirtschaftswachstum von 10%. Vor allem deutsche Investoren drängen vermehrt in das Land, denn zum einen besteht eine enge kulturelle Bindung zwischen den Ländern und zum anderen ist Deutschland mittlerweile der viertwichtigste Handelspartner Georgiens.
05.05.2008
Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Lackmustest für die Geldpolitik“
Trotz einer gewissen Stabilisierung an den Finanzmärkten herrscht am Geldmarkt unter Banken noch eine deutliche Anspannung. So hat auch die Bank of England (BoE) Funktionen des Geldmarktes übernommen. Dies ist vielerorts kritisiert worden, war aber wohl die richtige Entscheidung, wenn man sich die Alternativen ansieht. Die von der BoE bereitgestellte Liquidität muss aber irgendwann wieder entzogen werden. Das wird der Lackmustest für eine stabilitätsorientierte Geldpolitik.
28.04.2008
Flensburger Tageblatt: „Die Wirtschaft wird viel kräftiger wachsen, als vorhergesagt“
Die deutsche Wirtschaft ist robust und wird stärker wachsen als von manchen Auguren derzeit vorausgesagt. Deutschland hat – auch aufgrund der konservativeren Immobilienfinanzierung - keinen überhitzten Immobilienmarkt, die Unternehmen hierzulande haben ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessert und verkraften den hohen Euro-Wechselkurs besser als andere. Die Stimmung an den Finanzmärkten ist sehr viel negativer als im Unternehmenssektor allgemein. Der Dax könnte zum Jahresende wieder an der 8000er Marke kratzen, der Arbeitsmarkt sollte sich weiter freundlich entwickeln; allerdings darf das Pendel bei den Lohnforderungen der Gewerkschaften jetzt nicht zu stark nach der anderen Seite ausschlagen.
21.04.2008
Offenbach Post: „Weitere Abschreibungen bei deutschen Banken“
In den Abschlüssen für das 1. Quartal werden wir weitere Abschreibungen auch bei deutschen Banken sehen. Eine Bodenbildung an den Kreditmärkten ist erst nach einer Stabilisierung des US-Immobilienmarktes zu erwarten. Notwendiges frisches Kapital wird zunehmend wieder auf normalem Wege, d.h. durch private Investoren – und nicht mehr per Staatshilfe -, bereitgestellt. Die schmerzhaften Verluste dürften - mehr als verstärkte externe Kontrollen - Ansporn genug sein, die eigenen Systeme zu verbessern. Obwohl die Verwerfungen an den Kapitalmärkten auch in Deutschland ihren Tribut fordern, bleibt der Aufschwung hierzulande intakt.
21.04.2008
Börsen-Zeitung: „Rente mit 67“ muss zur „Rente mit 69“ ausgebaut werden
Eine Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittalters ist vor allem für die Beitragssatzstabilisierung notwendig; neuerdings wird zudem die Bedeutung des Wachstumspotenzials hervorgehoben, da ein hinausgeschobener Renteneintritt das Arbeitskräftepotenzial erhöht. Daneben spielen immer mehr Aspekte der intergenerativen Gerechtigkeit bzw. der intergenerativen Gleichbehandlung eine Rolle in der aktuellen Diskussion. Als Gleichbehandlungskriterien werden dabei die erwartete durchschnittliche Rentenbezugsdauer und die kohortenspezifische implizite Rendite der gesetzlichen Rentenversicherung verwendet. So weisen zum Beispiel die Jahrgänge der sechziger und siebziger Jahre die geringste implizite Rendite auf, für die jüngeren Jahrgänge (1980 und jünger) fällt die Rendite dagegen höher aus -eine klare Ungleichbehandlung.
16.04.2008
International Herald Tribune: "White knights from afar"
Jemand, der in den letzten Monaten geschlafen hat, verfällt in einen Schock, wenn er die aktuellen wirtschaftlichen Nachrichten verfolgt. Nicht nur weil der Wert seiner Aktien in den Keller gefallen ist und der Euro/Dollar-Kurs bei 1,60 steht, sondern auch weil dies nach einem Wechsel hinsichtlich wirtschaftlicher Vormachtstellungen aussieht. „Weiße Ritter“ aus Nahost und Asien haben sich aufgemacht um westliche Finanzikonen wie UBS, Citigroup, Morgan Stanley und Merrill Lynch zu retten. So wird sich unser Schlafwandler, nachdem er sich die Augen gerieben hat, fragen, ob er sich wegen all dem fürchten muss. Die Antwort ist Nein, zumindest muss er nicht die direkten Auswirkungen fürchten. / Verfügbar nur in englischer Sprache.
14.04.2008
Berliner Zeitung: „Das ist noch nicht zu Ende“
Wir müssen mit einer nachhaltigen Bereinigung und Konsolidierung im Finanzsystem rechnen. Zwar steht den Märkten genügend Liquidität zur Verfügung, aber das notwendige Vertrauen zwischen den Marktteilnehmern ist gestört. Die Fed hat mit ihren Zinssenkungen die richtigen Signale gesetzt. Wichtig wäre jetzt, dass – staatlich koordiniert – eine Auffangregelung bezüglich der zweitklassigen US-Immobilienkredite gefunden wird.
18.03.2008
Bild: „Inflation – Darum haben wir immer weniger in der Tasche“
Minimale Rentenerhöhungen und magere Lohnsteigerungen führen bei anziehenden Energie- und Lebensmittelpreisen dazu, dass die Verbraucher immer weniger in der Tasche haben. Aufgrund der weltweiten Konkurrenz, in der deutsche Firmen stehen, werden die Reallöhne auch in den nächsten zehn Jahren nur leicht steigen. Der Staat sollte daher Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen steuerlich entlasten.
07.03.2008
Hamburger Abendblatt: „Die Mittelschicht ist stark belastet“
Die derzeitige Krise an den Finanzmärkten wird nicht zu einer Krise der Weltwirtschaft führen. Zwar dürften die USA vorübergehend in eine Rezession abgleiten, könnten aber in der zweiten Jahreshälfte schon wieder positiv überraschen. Auf Deutschland dürften die Auswirkungen nicht allzu groß sein, die deutsche Wirtschaft sollte 2008 mit 1,8 % wachsen. Anziehende Preise und kaum ansteigende Löhne belasten die Verbraucher. Allerdings ist der Verteilungsspielraum bei den diesjährigen Lohnverhandlungen größer als in den letzten Jahren. Dies sollte letztendlich auch dem Privaten Verbrauch zugute kommen.
07.03.2008

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