Economic Research & Corporate Development

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Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Keine Angst vor einer Rezession“
Aus den derzeitigen Finanzmarktturbulenzen längerfristige Krisenszenarien abzuleiten wäre verfehlt. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sprechen nicht für eine weltweite Rezession. Wir erleben derzeit eine nachhaltige, nach Jahren der Euphorie aber auch notwendige Konsolidierung der Finanzmärkte. Dies löst Gegenkräfte, zum Beispiel niedrigere Zinsen aus. In Amerika werden massive Impulse der Geld- und Finanzpolitik die Inlandsnachfrage im Verlauf des Jahres vermutlich deutlich beschleunigen, sofern nicht der Ölpreis zu einem neuen Steigflug ansetzt.
25.02.2008
Börsen-Zeitung: "Länderreport Jordanien"
In Jordanien läuft es gut, politisch und insbesondere wirtschaftlich. Der wirtschaftliche Aufschwung führte trotz hohen Bevölkerungswachstums in den letzten zehn Jahren zu einem deutlichen Wohlstandsgewinn breiter Bevölkerungsschichten. Die Inflation ist zuletzt gefallen, auch die Staatsverschuldung ging zurück, ist jedoch im internationalen Vergleich nach wie vor hoch. Handelsbilanz und Leistungsbilanz sind hoch defizitär; dies wird durch den Zufluss ausländischer Direktinvestitionen etwas gemildert. Größtes Risiko des Landes ist denn auch die Abhängigkeit von internationalen Kapitalzuflüssen. Die Wirtschaftspolitik zielt auf Privatisierungen, den Aufbau zukunftsträchtiger Branchen sowie die Entwicklung des Tourismus. Deutschland zählt mit einem Anteil von knapp 8 % nach Saudi-Arabien (Öl) und China zu den wichtigsten Lieferanten. Für Investoren aus Deutschland ist Jordanien als regionaler Standort zur Erschließung der benachbarten Länder interessant.
23.02.2008
Börse Online: „Die Finanzmärkte bewerten die Aussichten schlechter, als sie in Wirklichkeit sind“
Die Finanzmärkte scheinen zurzeit eine weitere wirtschaftliche Verschlechterung in den USA zu erwarten. Abgerechnet wird allerdings erst am Jahresende 2008. Bis dahin könnte sich die Finanzmarktlage stark verändert haben. Zum Beispiel durch ein unerwartetes Comeback der US-Konjunktur. Zudem hat die vorübergehende Schwäche in den USA nur einen gedämpften Einfluss auf die Weltwirtschaft. Die internationalen Aktienmärkte werden sich im zweiten Halbjahr 2008 voraussichtlich wieder deutlich erholen. Auf den Rentenmärkten dürfte die Angstprämie wegen der Finanzmarktkrise allmählich verschwinden oder zumindest deutlich abnehmen. Wir rechnen sowohl für die USA als auch für den Euro-Raum mit anziehenden Renditen.
21.02.2008
Münchner Merkur: „5 Fragen an Michael Heise“
Der derzeitige Abwärtstrend an den Börsen ist eine Übertreibung nach unten. Von der Konjunktur kommen nicht nur schlechte Nachrichten. So helfen die Zinssenkungen der Fed die Konsum- und Investitionsnachfrage in den USA zu stimulieren. Die EZB sollte eine Politik der ruhigen Hand verfolgen, eine weitere Aufwertung des Euro sowie weiter sinkende Ölpreise böten Spielraum für eine Zinssenkung.
24.01.2008
Berliner Zeitung: „Robuste Konsumenten“
Die US-Wirtschaft wird in den nächsten zwei Quartalen wohl auf der Stelle treten, im zweiten Halbjahr sollte sie sich wieder erholen. Anlass zum Optimismus geben die US-Konsumenten, die sich in vergangenen Krisen stets als sehr robuste Größe gezeigt haben. Die deutschen Wachstumsaussichten müssen aus jetziger Sicht noch nicht korrigiert werden, die Auftragsbücher der Firmen sind noch gut gefüllt. Bei weiteren Rückgängen an den Börsen könnte jedoch eine Schwächung eintreten.
23.01.2008
Wertpapier: „Aufschwung in schwierigem Umfeld“
Die deutsche Wirtschaft ist in den letzten Jahren robuster geworden. Deswegen werden die schwierigen Rahmenbedingungen zu Beginn des neuen Jahres den Aufschwung nicht abwürgen, wenn auch das Wachstum mit voraussichtlich 1,8 % nicht so hoch wie in den beiden vergangenen Jahren ausfällt. Dabei wird vor allem der Private Verbrauch erstmals seit langem zu einer Wachstumsstütze.
10.01.2008
Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Auf falscher Fährte“
2007 war ein erfolgreiches Jahr für die deutsche Wirtschaft. Der Ausblick für das neue Jahr ist allerdings nicht mehr ganz so positiv; und das liegt nicht allein an der erwarteten Abkühlung der Weltwirtschaft. Vielmehr stehen – als gäbe es in Deutschland keine Beschäftigungs- und Wachstumsprobleme mehr – in der Politik seit Monaten Verteilungsfragen im Vordergrund; frühere Reformen werden in Frage gestellt. Die Politik darf jedoch nicht allein populären Meinungstrends folgen. Wenn sie – mit Blick auf kommende Wahlen – jetzt schon wieder von der bisherigen Reformpolitik abrückt, werden wir gerade bei nachlassender Weltkonjunktur Wachstumsverluste erleiden.
24.12.2007
Börsen-Zeitung: „Weitere Kursgewinne unwahrscheinlich“
Obwohl die Fed bei ihrer letzten Zinssenkung keine weiteren Schritte angekündigt hat, erwartet Michael Heise, Chefvolkswirt von Allianz und Dresdner Bank, weitere Lockerungsschritte. Im Januar 2008 könnte der US-Leitzins bei 4 % liegen. Einen Kurssturz an den Akteinmärkten sieht er trotz der derzeitigen Probleme nicht, weitere Kursgewinne in den nächsten Monaten hält er allerdings für ebenfalls unwahrscheinlich. Die Entwicklung an den Finanzmärkten werde in nächster Zeit turbulent bleiben. Aktienengagements sollten aber nicht nachhaltig zurückgefahren werden. Weder in den USA noch in Europa seien die Aktienmärkte überbewertet.
02.11.2007
Berliner Zeitung: „Die US-Wirtschaft absolviert eine Gratwanderung“
Die Verfassung der US-Konjunktur ist alles andere als rosig. Die Kreditkrise ist noch nicht ausgestanden, der massive Rückschlag am US-Immobilienmarkt setzt sich ungemindert fort. Dies wird auch Auswirkungen auf die Beschäftigung und indirekt auf den Privatkonsum haben. Die erwartete Zinssenkung der Fed um 25 Basispunkte ist deshalb der richtige Schritt und wird bei dem jetzigen noch hohen Zinsniveau nicht zu neuen Blasenbildungen führen. Der Euro wird dadurch jedoch weiter steigen und den deutschen Export bremsen. Die EZB sollte die Zinsen nicht herunterschrauben, auch um die Inflation nicht noch durch unnötig niedrige Zinsen anzuheizen.
31.10.2007
Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Geldpolitik und Wechselkurs“
Die Bereinigung der Immobilien- und Hypothekenmärkte ist noch nicht vorbei. Für die Fed besteht bei einem rekordverdächtigen Dow Jones und einem wieder deutlich steigenden Risikoappetit dennoch kein Grund für aggressive Zinssenkungen. Im Euroraum scheinen Zinssenkungen derzeit nicht geboten zu sein. Sollte allerdings die Fed den US-Leitzins aggressiv zurückführen, wäre die EZB wohl zu Zinssenkungen gezwungen, um einem dann ansonsten zu erwartenden Höhenflug des Euro zu begegnen. Dieser könnte sch realwirtschaftlich schmerzhafter auswirken als die jüngsten Finanzmarktturbulenzen.
15.10.2007
Wirtschaftswoche: „Noch abwerten“
Es gibt deutliche Anzeichen, die zumindest auf eine Entspannung der Finanzmarktkrise hindeuten. Ganz ausgestanden ist die Sache aber noch nicht. In den USA wird die Zahl der Zwangsvollstreckungen und –versteigerungen weiter steigen, die Banken werden noch weitere Abschreibungen vornehmen müssen. Allerdings differenziert der Markt inzwischen wieder. Aufgrund der fallenden Hauspreise werden die USA in eine Phase langsameren Wachstums kommen. Die Fed steht jedoch bereit die Zinsen weiter zu senken, langfristig wird der Dollar weiter abwerten müssen.
15.10.2007
Münchner Merkur: „Der richtige Schritt, um die Konjunktur zu stabilisieren“
Nach der Euphorie an den Börsen, die auf die Fed-Zinssenkung folgte, erwartet Michael Heise, Chefvolkswirt von Allianz und Dresdner Bank, eine Seitwärtsbewegung bei ziemlich hoher Volatilität. Die schwierige Phase auf dem US-Immobilienmarkt werde noch eine Weile anhalten, generell sieht er aber eine baldige Beruhigung auf den Kapitalmärkten. Der EZB rät er, vorerst nicht die Zinsen zu erhöhen, der steigende Euro dämpfe die Exportkonjunktur der Euro-Länder.
20.09.2007
Finanz und Wirtschaft:: „Aktien kommt in der Eigenvorsorge eine wichtige Rolle zu“
Trotz eines Aufschwungs seit dem vergangenen Jahr hat der Finanzstandort Deutschland – bezogen auf die Größe der deutschen Volkswirtschaft – immer noch Nachholbedarf. Dieser besteht zum Bespiel bei der Aktienquote deutscher Anleger. Langfristige Anlagen sowie der Aktienanteil sollten auch im Hinblick auf die private Vorsorge aufgestockt werden. Aktien sind zwar riskanter, eine längerfristige Anlage führt dennoch zu einer höheren Rendite als sie derzeit in deutschen Portfolios verzeichnet wird. Private Haushalte in Deutschland sind zu sehr in kurzfristigen Anlageformen engagiert; hier muss sich die Mentalität noch ändern. Der Engpass liegt nicht in den Produkten – neben Aktien stehen auch Aktienfonds, Lebensversicherungen etc. zur Verfügung - , es muss noch mehr getan werden, die Anleger zu überzeugen und Innovationen spannend zu erklären. Die Riester-Rente war als zweites Standbein neben der gesetzlichen Altersvorsorge ein richtiger Schritt. Daneben ist aber die private Vorsorge weiter vonnöten.
19.09.2007
Börsen-Zeitung: "Statistisches Bundesamt muss Schätzfehler verringern"
Das Statistische Bundesamt hat in jüngster Vergangenheit wiederholt – zum Teil kräftig – Quartalszahlen zum BIP-Wachstum nach oben korrigiert. Dies erschwert die Konjunkturprognose. Im internationalen Vergleich schneiden bei den vierteljährlichen BIP-Berechnungen – bezogen auf das mittlere Wirtschaftswachstum – nur vier OECD-Länder schlechter ab, 13 dagegen sind besser. Die Schätzfehler dürften strukturelle Ursachen haben. So ist nach wie vor keine aktuelle Lagerhaltungsstatistik vorhanden, Zweifel ist auch bei den Dienstleistungsstatistiken angebracht. Darüber hinaus unterliegen die Erwerbstätigenstatistik und die Struktur des BIP-Wachstums häufig kräftigen Revisionen. Alles in allem wäre es sinnvoll dem Rechenwerk Bruttoinlandsprodukt mehr Ressourcen zu widmen.
14.08.2007
Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Risiken differenziert betrachten"
Die zunehmende Verbriefung von Krediten sowie die Verzahnung der weltweiten Finanzmärkte haben auch die Verteilung der zugrundeliegenden Risiken intransparenter werden lassen. Die Subprime-Krise hat deutlich gemacht, wie wichtig ein kritisches Urteil über die Bonität der jeweiligen Forderungen auch beim Erwerb strukturierter Kreditprodukte ist. Bei der zum Teil eklatanten Übertreibung am amerikanischen Hypothekenmarkt in den letzten Jahren schützt auch die beste Kreditstrukturierung nicht vor Verlusten. Dennoch besteht, läuft die Konjunktur weiter – wonach es derzeit aussieht -, kein Grund allgemein aus den Märkten zu flüchten.
13.08.2007
VDI nachrichten: „Mit Boni gute Mitarbeiter anlocken“
Die Lohnzurückhaltung der vergangenen Jahre hat zu einem inzwischen deutlichen Anstieg der Beschäftigung geführt. Dabei hat sich allerdings die Schere zwischen stagnierenden Arbeitseinkommen und steigenden Gewinneinkommen geöffnet. Deshalb seien Programme, die eine stärkere Kapitalbeteiligung der Mitarbeiter vorsähen sinnvoll. Die von verschiedenen Firmen gewährten Bonuszahlungen seien ein gutes Instrument, um gute Mitarbeiter anzulocken. Von den bei guter Konjunktur steigenden Einkommen sollte ein Teil für die private Altersvorsorge genutzt werden. Wichtig dabei sei, das Geld längerfristig und höherrentierlich anzulegen.
27.07.2007
Börsen-Zeitung: "Ein Verhaltenskodex würde Hedgefonds und Private Equity attraktiver machen"
Derzeit gibt es insbesondere unter Zentralbanken und Aufsichtsbehörden ein verbreitetes Unbehagen über die Auswirkungen von Hedgefonds und Private Equity auf die Stabilität des internationalen Finanzsystems. Dabei gilt ein besonderes Augenmerk den Risiken der Derivatemärkte. Insgesamt ist aber nicht nachweisbar, dass sich die Systemrisiken erhöht haben. Sicher ist indes, dass sich die Reaktionsmuster der Märkte auf Schocks geändert haben und die Beurteilung von Systemrisiken schwieriger geworden ist. Daher sind die Bemühungen zu unterstützen, mehr Transparenz zu schaffen. Erfolgversprechend wäre eine Selbstverpflichtung, mit der diese Unternehmen einen Verhaltenskodex anerkennen. Dies würde die Attraktivität von Hedgefonds und Private Equity-Gesellschaften nicht vermindern, sondern eher erhöhen.
19.06.2007
Nürnberger Nachrichten: „Siecher Patient ist wieder gesund“
Die deutsche Wirtschaft befindet sich im Aufschwung, dieser ist aber bisher noch nicht im Geldbeutel der Menschen angekommen. Das liegt daran, dass die Einkommensentwicklung nicht Schritt hält mit dem Wirtschaftswachstum. Der Aufschwung wird anhalten, wenn auch möglicherweise etwas verlangsamt. Die Entspannung am Arbeitsmarkt wird 2008 auch den privaten Konsum ankurbeln.
15.06.2007
International Herald Tribune: „The Old World on a roll“
Europa ist zurück, nicht zuletzt die EU-Osterweiterung hat mit zu diesem Prozess der Restrukturierung beigetragen. Das EU-Wachstum wird dieses Jahr voraussichtlich höher liegen als in den USA, sogar die Akteinmarktkapitalisierung übertrifft inzwischen diejenige der Vereinigten Staaten. Auf dem Weg zu seinem Comeback hat Europa von den Vereinigten Staaten gelernt, darüber hinaus hat es sich mit der sogenannten Lissabon Agenda auf den Weg in die globale Wissensökonomie gemacht. Dies stellt aber keinesfalls eine Bedrohung für die USA da. Im Gegenteil: beide Mächte sind eng miteinander verbunden, teilen gemeinsame Werte und lernen voneinander. So umfasst zum Beispiel die Lissabon Agenda neben den Wachstumszielen auch Nachhaltigkeitsziele im Sozial- und Umweltschutzbereich. Die europäischen Umweltschutzbemühungen könnten so Auslöser für Aktivitäten auf der anderen Seite des Atlantiks werden.
12.06.2007
Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Die Lehren von Heiligendamm"
Heiligendamm war ein Erfolg. Dafür stehen die Einigung im Klimaschutz und bei den Hilfen für Afrika. Richtig war es auch, neben den industriellen Großmächten Schwellenländer einzuladen. Vor allem China und Indien wird zukünftig eine noch weit größere Bedeutung zukommen. Auf der Agenda bleiben der Abbau der weltwirtschaftlichen Ungleichgewichte sowie die Themen Finanzmarktstabilität und weitere Handelsliberalisierung. Darüber hinaus muss die Weltgemeinschaft auch bei der Verbreitung von Wissen und Information noch schneller vorankommen. Dieser Prozess sollte mit einer globalen Initiative beschleunigt werden.
11.06.2007

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Dr. Lorenz Weimann
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