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Allianz Dresdner Economic Research
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Das Wachstum der britischen Wirtschaft hat sich im Verlauf des ersten Halbjahres etwas deutlicher als erwartet abgeschwächt. Zusammen mit dem Kommentar im jüngsten Sitzungsprotokoll der Bank of England (BoE) ist damit eine Zinssenkung im August fast ausgemachte Sache.

Jul 22, 2005
Nach der vorläufigen offiziellen Schätzung erreichte der BIP-Zuwachs im zweiten Quar-tal 2005 – wie im Vorquartal – 0,4 % (Q/Q). Gegenüber Vorjahr gab die Wachstumsrate allerdings deutlich auf 1,7 % und damit auf die niedrigste Anstiegsrate der letzten zwölf Jahre nach. Bereits zuvor hatte das Statistikamt auch die BIP-Daten für das erste Quartal nach unten korrigiert. Angesichts dieser schwächeren Ausgangsbasis haben wir folglich unsere Wachstumsprognose für 2005 auf 1,9 % (zuvor 2 1.4 %) gesenkt. Die Wirtschaftstätigkeit wird hauptsächlich vom Dienstleistungssektor getragen, während die Industrie nach zwei rückläufigen Quartalen wieder in die Rezession abgerutscht ist.
Auf der Juli-Sitzung hat das „Monetary Policy Committee“ nur noch mit knapper 5:4-Mehrheit für unveränderte Leitzinsen gestimmt. Eingehender wurde bereits die Notwen-digkeit einer Zinssenkung erörtert, die schließlich mit dem Hinweis auf eine umfassendere konjunkturelle Neueinschätzung im nächsten Inflationsbericht, der ebenfalls für August ansteht, nochmals vertagt wurde. Die jüngste Wachstumsrate liegt deutlich unterhalb der Wachstumsannahmen der BoE im Mai-Inflationsbericht. Die vorsorgliche Zinssenkung im August dürfte aber nicht zwangsläufig schon eine deutliche Lockerungsphase einläuten. Die BoE wird zunächst aufmerksam die nächsten Konjunkturdaten abwarten. Die jüngsten Indikatoren deuten zwar derzeit auf eine abgeschwächte, aber insgesamt noch stabile Konjunkturentwicklung hin.
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